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Blitzcomeback: Füchse-Legende Petr Stochl kehrt ins Tor zurück

Stochl

Peter Stochl ist zurück im Füchse-Tor.

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imago/CTK Photo

Am 3. Juni flossen in der Max-Schmeling-Halle reichlich Tränen. Torwart Petr Stochl, der bei den Füchsen Legendenstatus genießt,  feierte im letzten Saisonspiel gegen Hüttenberg nach zwölf Jahren im Klub  seinen Abschied aus dem Füchse-Tor.       Schon damals war klar, dass er seinen Klub auch weiterhin als Torwarttrainer unterstützen wird. Nur zwischen den Pfosten sollte nun endgültig Schluss sein.  

Zumindest  vorübergehend ist dieses Vorhaben Makulatur.  Wenn die Füchse am Donnerstag bei der HSG Wetzlar antreten (19 Uhr), gibt der Tscheche ein überraschendes Comeback  und  wird  seinen alten Freund Silvio Heinevetter unterstützen. Malte Semisch muss  −  wie schon viele Füchse  vor ihm  in dieser  Saison − eine verletzungsbedingte Zwangspause einlegen. Der 26-Jährige zog sich einen Bandscheibenvorfall zu und wird voraussichtlich für vier Wochen nicht in das Spielgeschehen eingreifen können. Da auch der dritte Mann in der Torwart-Riege, Fredrik Genz, derzeit eine Woche verletzungsbedingt ausfällt, springt Stochl  mindestens für die kommenden beiden Spiele ein und nimmt sich eine Auszeit vom Karriereende. „Als Teil dieser tollen Füchse-Familie ist es für mich selbstverständlich für die beiden Spiele auszuhelfen“, sagt Stochl.

Zum Siegen verdammt

Dennoch bleibt aus Sicht der Füchse zu hoffen, dass damit das Ende der Verletzungsreihe   erreicht ist. Mit gerade einmal neun etatmäßigen Feldspielern sitzt derweil die halbe Mannschaft auf der Tribüne.  Trainer Velimir Petkovic wird  deshalb auch weiterhin zum Improvisieren genötigt. Weil entsprechende Alternativen in der Offensive fehlen, muss er derzeit  zwei Kreisläufer spielen lassen.   Er sagt:  „Ich habe das Gefühl, ich arbeite als Chemiker und gehe täglich in mein Labor und versuche, dort etwas zu mischen, was am Ende funktioniert.“ Nach zwei Niederlagen hintereinander sind die Berliner zum Siegen verdammt. Torwart Stochl soll daran seinen Anteil haben.  (BLZ)