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Füchse mit Verletzungspech: Zachrisson muss an der Schulter operiert werden

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Am Wurfarm verletzt: Mattias Zachrisson 

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imago images / Andreas Gora

Er wollte eigentlich nur sicher gehen, dass alles in Ordnung ist. Doch die Untersuchung brachte nicht die erhoffte Entwarnung. Im Gegenteil, Mattias Zachrisson muss umgehend an der linken Schulter operiert werden. Kreideblass soll der Profi der Füchse Berlin samt Hiobsbotschaft vor seinem Trainer Velimir Petkovic gestanden haben, wohlwissend was ihn demnächst erwartet. Vor vier Jahren musste der Schwede schließlich schon einmal nach Schulterproblemen unter das Messer. Jetzt betrifft die Verletzung allerdings seinen Wurfarm.

Damit fehlt Zachrisson bis auf Weiteres nicht nur als Back-up für Hans Lindberg auf Rechtsaußen. Der 28-Jährige hat wiederholt gezeigt, dass er auf fast jeder Position glänzen kann. Seine Schlagwürfe kommen oft unerwartet, seine Steals treiben den Gegner gern mal zur Verzweiflung und sein Kampfgeist ist bemerkenswert. Umso herber ist sein Verlust für den Berliner Bundesligisten, der außerdem auf Jacob Holm, der mit Meniskusschaden sechs Wochen ausfällt, verzichten muss.

Zur Improvisation gezwungen

Da werden unwillkürlich Erinnerungen an die vergangene Saison wach. Vor einem Jahr musste sich Kapitän Lindberg einer Knie-Operation unterziehen, während Fabian Wiede und Johan Koch den Saisonstart ebenfalls verletzt verpassten. Wie die Geschichte endete, ist allseits bekannt. „Es ist leider nichts Neues. Irgendwas ist da“, sagt Petkovic, der sich schon am kommenden Sonntag beim Bundesligaauftakt in Leipzig einmal mehr zur Improvisation gezwungen sieht. Seine Ziele, ganz oben mitspielen zu wollen, gibt der Coach dennoch nicht auf: „Das wäre natürlich leicht und würde den Druck von mir nehmen. Aber ich will gegen alle gewinnen, immer.“

Während der Trainer daran tüftelt, wie er diese Erfolge trotz der akuten Verletzungsprobleme einfahren kann, bleibt Zachrisson nichts anderes übrig, als das Geschehen aus dem Lazarett zu beobachten. Nach dem Eingriff, den der Teamarzt der deutschen Nationalmannschaft Kurt Steuer an diesem Mittwoch in Bonn durchführt, wird es wohl ein gutes halbes Jahr dauern, bis er erneut auf dem Feld stehen kann.

Worte an die Fans

Auf Instagram informierte er seine Fans mit den Worten: „Ich habe mich auf dieses Jahr gefreut. Auf eine spannende Saison mit den Füchsen, die Heim-EM und die Olympischen Spiele in Tokio. Jetzt ist meine Schulter kaputt und mir bleibt nichts, als wirklich alles dafür zu tun, so schnell und so stark wie möglich zurückzukommen.“

Seinen 29. Geburtstag wird der Schwede also am Donnerstag im Krankenhaus verbringen. Doch nach Feiern wird ihm ohnehin nicht zu Mute sein.