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UnionBerlin

Dreifach-Wechsel: Nach Hedlund verlassen auch Redondo und Schösswendter den Verein

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Robert Zulj (Mitte) bleibt, Kenny Prince Redondo (links) und Simon Hedlund (rechts) aber haben genug von der Ersatzbank.

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imago/Matthias Koch

Am Tag vor dem Abflug ins Trainingslager nach Spanien hat der 1. FC Union seinen Kader reduziert. Vielleicht hatte auch deshalb am Freitag kein Spieler Lust, nach dem Training vor die Mikrofone zu treten. Es gab ja gleich drei Abschiede zu verarbeiten: Kenny Prince Redondo (nach dreieinhalb Jahren), Simon Hedlund (zweieinhalb) und Christoph Schösswendter (eineinhalb) verlassen die Eisernen. In allen Fällen ist die Trennung nachvollziehbar. 

Redondo, der im Sommer 2015 nach Köpenick wechselte und auf 73 Einsätze kam, war in dieser Saison nur zu Saisonbeginn mit von der Partie. Nur neun Spiele, kein Torerfolg, keine Vorlage. „Ich hatte eine tolle Zeit bei Union und habe mich sowohl sportlich als auch persönlich in den letzten Jahren weiterentwickelt. Trotzdem möchte ich nun einen neuen Schritt wagen, um in Zukunft mehr Spielzeit zu bekommen", erklärte der 24-Jährige seinen Abschied zu Ligakonkurrent Greuther Fürth. Damit der Transfer vollzogen wird, muss Redondo den Medizincheck bei seinem neuen Arbeitgeber bestehen.

Der große Winter-Deal hat Voreile

Auch Hedlund, der einstige Rekord-Transfer der Eisernen (850.000 Euro im August 2016), war bei Union-Trainer Urs Fischer viel seltener eine Option, als es der Schwede aus den beiden Vorjahren gewohnt war. Nur elf − oft kurze − Ligaeinsätze, in den neun Spielen vor Weihnachten gehörte er sechsmal nicht mal zum Kader. „Es war der ausdrückliche Wunsch von Simon Hedlund, sich im Winter sportlich zu verändern“, erklärt Union-Manager Oliver Ruhnert. „Sportlich ist der Abgang schade, da Simon über viel Qualität verfügt“, sagt er noch.

Auch wenn beide unter Fischer nie erste Wahl waren und der Coach , ist es doch vielleicht ein bisschen riskant, dass Union nun gleich zwei Alternativen für die Außenbahn auf einen Schlag ziehen lässt. Positiv ist, dass zwei unzufriedene Spieler weniger im zuvor übergroßen Kader sind und so Gehalt gespart wird. Zudem bringen die Transfers von Redondo und Hedlund auch etwas ein.  Für das schnelle Duo fließt aber offenbar eine Ablöse an die Eisernen.

Anders wohl bei Christoph Schösswendter. Der Innenverteidiger, der in eineinhalb Jahren nur dreimal eingesetzt wurde, kehrt zu Admira Wacker Mödling zurück, Abstiegskampf in Österreich. Sein Vertrag wurde aufgelöst.