Bad Kreuznach. dpaIm größten deutschen Weinpanscher-Prozeß hat die Staatsanwaltschaft am Freitag für die sechs Angeklagten Bewährungsstrafen bis zu 18 Monaten sowie Geldbußen gefordert. Die Beweisaufüahme im Pleroth-Verfahren vor dem Landgericht Bad Kreuznach habe ergeben, daß 379 Weine -- insgesamt rund 5,6 Millionen Liter -- unzulässig zur Geschmacksverbesserung mit österreichischen Rebensäften gepanscht und für 84,3 Millionen Mark verkauft wurden, sagte Oberstaatsanwalt Paul-Geraid Scheidner am Freitag In seinem Plädoyer. In den Weinen war Glykol gefunden worden.Wegen fortgesetztem versuchten Betruges in einem besonders schweren Fall beantragte die Staatsanwaltschaft für den früheren Generalbevollmächtigten Werner Klopfer ein Jahr und sechs Monate Bewährung sowie 75 000 Mark. Der Verteidiger von Kiopfer verlangte Freispruch für seinen Mandanten. Das Gericht will sein Urteil am 11. Mai verkünden.