Karlsbad - Am Mast vor dem russischen Konsulat hängt keine Flagge mehr. Anfang April in Karlsbad, zwischen Schneeschauern und Vogelzwitschern, deutet sich auch in dem tschechischen Kurbad eine Zeitenwende an. „Keine andere Stadt in Tschechien war so russisch wie wir“, sagt Hans Nedvedyan, Historiker im Museum der Stadt. Nedvedyan, Mitte 40, die schwarzen Haare zum Zopf gebunden, zieht an seiner Zigarette und blickt hoch zu den leeren Fenstern des verlassenen Konsulats. Gleich nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat Tschechien russische Diplomaten ausgewiesen und das Konsulat schließen lassen. „Ich hoffe, dass damit jetzt für Karlsbad eine bessere Zeit beginnt.“

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