Siegerentwurf beim Schweinestall-Wettbewerb: eine „Schweinevilla“ von Katharina Münch. Die Architekturstudentin an der TU Darmstadt hat 21 dieser hölzernen Kuben über ein großes Gelände verteilt, auf dem parallel Gemüse angebaut wird.   
Rendering: Katharina Münch

Berlin - Das Leben eines konventionell gehaltenen deutschen Schweins beginnt in der Abferkelbucht einer Mastanlage und endet sechs Monate später in einem Schlachthaus. In den ersten drei Wochen hat es Zugang zu den Zitzen seiner Mutter; die steht in einer vergitterten Box, die etwa ihre Größe hat, damit sie die Ferkel nicht erdrückt. Später zieht das Mastschwein mit 12 bis 45 anderen Tieren in einen abgetrennten Bereich, in der ihm 0,75 Quadratmeter zustehen. Sein Kraftfutter, das für eine schnelle Gewichtzunahme sorgt, kommt aus einem Automaten, sein Kot und Urin fallen durch den Spaltenboden in den darunterliegenden Abflusskanal. An seinem letzten Tag, das Schwein wiegt nun 110 bis 120 Kilo, wird es aus dem Stall zum Lastwagen getrieben, der es zum Schlachter bringt. Dann ist es für ein paar Sekunden unter freiem Himmel.

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