Berlin - Cynthia Barcomi ist eine Stehauffrau, eine typische amerikanische Selfmade-Woman. Mitte der 1980er-Jahre kam sie von New York nach Berlin. Als ausgebildete Tänzerin und inspiriert von Pina Bausch wählte sie sich bewusst Deutschland aus. Sie trägt die doppelte Staatsbürgerschaft, hat einen deutschen und einen USA-Pass. Nach der Geburt ihrer zweiten Tochter suchte sie eine Berufung nach dem Tanz und baute, vielen Widrigkeiten zum Trotz, in Berlin ihr Geschäft auf: Barcomi’s Café & Kaffeerösterei. Seitdem verwöhnt sie die Hauptstädter mit US-Backkultur von Cheesecake bis Cupcakes. 

Acht Backbücher hat Barcomi inzwischen herausgebracht. Aber auch sie musste dieses Jahr ihr zweites Berliner Geschäft schließen, um in der Krise zu überleben. Geblieben ist ihr das Stammgeschäft Barcomi’s in Kreuzberg. Ein Pop-up-Shop, der Berliner Restaurants und amerikanische Produkte zusammenbringt, ist für Cynthia Barcomi darum viel mehr als nur eine clevere Verkaufsidee zu Weihnachten: „Ich finde, das ist auch eine Botschaft. Und die lautet: Auch wenn wir in Amerika gerade schwerwiegende politische Probleme hatten, gibt es trotzdem Bauern, die wirklich super Arbeit leisten. Und das ist das, was wir Europa zeigen wollen, dass es kalifornische Pekan- und Walnüsse gibt und Süßkartoffeln aus South Carolina. Es sind köstliche Produkte, und es lohnt sich, sie kennenzulernen.“

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