BerlinUm sich zu vergegenwärtigen, was diese Stadt an Andreas Murkudis hat, muss man sich Berlin einfach mal ohne sein Style-Reich an der Potsdamer Straße vorstellen. Schreck lass nach – Berlin würde etwas fehlen, das zum Großstadtsein unbedingt dazugehört und das man mit „zeitgemäßer Luxus“ nur vage umschreiben kann. Mit seinem hangarartigen Concept-Store und dem gegenüberliegenden Möbelladen neben dem Varieté Wintergarten ist Murkudis fest etabliert als Haus- und Schranklieferant der kreativen Elite dieser Stadt.

Ob Nymphenburger Porzellan oder der kaschmirweiche Feminismus des US-Labels The Row, ob Glas von Lobmeyr, Venini und Theresienthal, die Ledertaschen von Isaac Reina oder die schräge Eleganz von Dries Van Noten: Murkudis sorgt dafür, dass die Berlinerinnen und Berliner ans globale Style-System angeschlossen bleiben. Dazu kommt seine Funktion als Protektor der handwerklichen Künste und Gastgeber mit Zugkraft während Events wie Gallery Weekend, Berlinale oder Modewoche. Wir treffen uns in einer Ladenimmobilie direkt an der Potsdamer Straße, in der auch sein vollgeräumtes Büro liegt. Ab diesem Wochenende ist hier eine Tafel von Rittersaal-Dimensionen aufgebaut, die das Geschenkekaufen zur vergnüglichen One-stop-Aktivität machen soll: Auf dem Tisch türmen sich, bunt gemischt, Objekte und Accessoires jeglicher Provenienz und Preisklasse.

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