Berlin/Prenzlauer Berg - In unmittelbarer Nähe meiner Wohnung laufen seit geraumer Zeit überdurchschnittlich viele glückliche Menschen herum. Soweit ich es beurteilen kann, hat das nichts mit dem Wetter zu tun. Ob Sonne oder grauverhangener Himmel – die Gesichter meiner Mitbürger strahlen wetterunabhängig. Ein ergatterter Termin zur Corona-Impfung scheint mir nicht der Grund: Dafür sind diese lächelnden Leute zu jung.

Vielmehr muss es an der rosa Box liegen, die viele von ihnen mit sich tragen. Jedes Mal, wenn ich mich der Kreuzung Prenzlauer Allee/Danziger Straße nähere, wird die Dichte der Frohnaturen höher. Und alle tragen sie diese kleine Box in der Hand, die nicht viel größer als ein Zauberwürfel ist. Natürlich bin ich der Sache auf den Grund gegangen. Zunächst verdeckte eine Baustelle an der Danziger die Sicht auf die Quelle, aus der die boxtragenden Menschen zu kommen schienen. Doch als ich den Bauzaun hinter mir hatte, erblickte ich auf Höhe der Nummer 65 ein unscheinbares Ladenlokal. Präziser gesagt: Zuerst sah ich eine lange Schlange, so wie man sie früher nachts vor Berliner Clubtüren antraf. Also reihte ich mich ein.

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