Köln - Wo in Deutschland scheint am häufigsten die Sonne? In welchen Städten ist es am wärmsten? Und wo ist es oft düster und grau? Eine neue Auswertung des Reise-Buchungsportals Travelcircus  von mehr als 4000 Wetterdaten in 80 Großstädten gibt Aufschluss darüber, wo die Bewohner die meisten Sonnenstrahlen abbekommen.

Die sonnigsten Städte Deutschlands

Für die Auswertung wurden die durchschnittlichen Sonnenstunden pro Tag errechnet. Dabei wurden alle zwölf Monate eines Jahres berücksichtigt, auch die Wintermonate. Spitzenreiter ist Chemnitz mit 5,2 Sonnenstunden pro Tag, dicht gefolgt von Pforzheim mit 5 Stunden Sonne täglich. Zwar ist den Chemnitzern im Dezember und Januar nur eine Stunde Sonne am Tag vergönnt, im Juni und Juli sind es aber sogar neun Stunden täglich – so viel wie in keiner anderen deutschen Stadt.

Die sonnigsten Bundesländer

Der Osten und der Süden liegen hier also ganz klar vorn. Ähnlich sieht es auch bei den Bundesländern aus. Bayern ist der Analyse zufolge das sonnigste Bundesland mit 4,7 Stunden am Tag. Danach folgen Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg auf Platz zwei mit 4,6 Stunden.

Das Schlusslicht der Untersuchung ist Nordrhein-Westfalen: Die Einwohner des bevölkerungsreichsten Bundeslands haben hier an einem durchschnittlichen Tag nur 3,9 Stunden Zeit, um Sonne zu tanken. 

Die sonnenärmsten Städte

Auch alle fünf sonnenärmsten Städte Deutschlands liegen in Nordrhein-Westfalen. Besonders am Niederrhein scheint demnach nur selten die Sonne. Moers und Krefeld kommen nur auf 3,2 Stunden pro Tag.

Die wärmsten Städte

Doch die sonnigsten Regionen müssen nicht zwangsläufig auch die wärmsten sein. In Offenbach am Main ist es mit einer jährlichen Durchschnittstemperatur von 15,4 Grad am wärmsten, gefolgt von Karlsruhe mit 15 Grad und Bergisch Gladbach bei Köln mit 14,8 Grad.

Die wärmsten Bundesländer

Bei den wärmsten Bundesländern liegen Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg auf den vordersten Plätzen. Das düstere Bundesland NRW landet immerhin auf Platz vier.

Die kühlsten Städte

Am kühlsten ist es dagegen im Norden von Deutschland. Rostock kommt im Jahresdurchschnitt nur auf 11,6 Grad, Bremerhaven auf 11,8 und Kiel auf 11,9.

Die regenärmsten Städte

Für wen das Motto „Hauptsache trocken“ gilt, den dürfte diese weitere Statistik interessieren: Die Stadt mit der niedrigsten Niederschlagsmenge pro Jahr ist Halle an der Saale, gefolgt von Erfurt und Berlin. Insgesamt schneidet der Osten in dieser Kategorie sehr gut ab.

Die regenreichsten Städte

Am meisten regnet es dagegen in Oldenburg, Remscheid und Essen. In Oldenburg werden demnach 1.072 Milimeter Niederschlag pro Jahr verzeichnet – und damit mehr 353 Milimeter mehr als durchschnittlich in Deutschland.

Also in welcher deutschen Stadt gibt es nun das schönste Wetter? Am Ende ist es die persönliche Präferenz, die darüber entscheidet. Mag man es lieber sonnig und kühl oder ist Wärme wichtiger?

Zum Glück gibt es ja auch noch ein paar andere Faktoren, die neben dem Wetter für eine Stadt sprechen, das kulturelle Angebot zum Beispiel, Arbeitsplätze oder die Infrastruktur. Wahrscheinlich das beste Argument: Menschen, mit denen man sogar gerne im regnerischen Grau lebt. (rer)