Schmecken zu Ostern doppelt gut: Chocolate Chip Cookies.
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BerlinSie kommt aus Kanada. Und sie kann verdammt gut kochen. Das beweist sie seit Jahren in dem nach ihr benannten Restaurant „Tanya Harding“ im thüringischen Städtchen Arnstadt. Schon in Ottawa - da führte sie ein Catering-Unternehmen - leitete sie Kochkurse und war dafür auch in Fernsehen und Radio bekannt. An Tanya Hardings Herd fließt Regionales und Internationales zusammen. Jüngstes Beispiel: In ihrem gerade erschienenen Kochbuch „Thüringer Tapas“ (Rhino-Verlag, 96 Seiten, um 6 Euro) mischt sie typische thüringische Gerichte mit spanischen Einflüssen. 

Ihr Restaurant bleibt notgedrungen während der Corona-Quarantäne geschlossen. Aber in ihrer Küche experimentiert sie weiter. Für die Berliner Zeitung hat Tanya Harding ein altes, also bewährtes Rezept für amerikanische Schoko-Kekse herausgesucht. „Chocolate Chip Cookies sind jetzt kein typischen Ostergebäck, aber in der Wir-bleiben-zu-Hause-Zeit sind sie ein tolles Rezept zum Ausprobieren“, sagt sie. Und: „Es war das allererste Backrezept, das ich gelernt habe. Ich hatte die Kekse gern in meiner Lunch Box oder als Snack nach der Schule mit einem Glas kühler Milch.“

Das Rezept ist übrigens eine abgewandelte Version des berühmten Toll-House-Cookies-Rezept von 1938. „Ich glaube“, sagt Tanya Harding, „meine Adoptivmutter Arlene Harding  hat diese Version in den 1970er-Jahren in einem Backbuch von ‚Robin Hood Oats‘ gefunden, einer kanadischen Haferflocken-Firma.“

Zutaten

  • ¾ Tasse Butter
  • ¾ Tasse brauner Zucker
  • ½ Tasse Zucker
  • 1 Ei
  • 2 EL Wasser
  • 2 EL Vanille-Extrakt
  • 3/4 Tasse Haferflocken
  • 1/2 TL Natron
  • 1 TL Backpulver
  • 1 ½ Tassen Chocolate Chips, zartbitter
  • ¾ Tasse mittelfein gehackte Walnüsse oder Pecannüsse
  • 2 Tassen Mehl

Was man sonst noch braucht

  • Schüssel
  • Schneebesen/Handrührgeräte
  • Messbecher
  • Sieb
  • 250 ml große Kaffeetasse

Zubereitung

Mehl, Backpulver, Natron und Salz versieben und in einer Schüssel gründlich vermengen.

Butter, weißen und braunen Zucker und Vanille-Extrakt in einer eigenen Schüssel mit dem Mixer verrühren, bis die Masse hell-cremig ist. Der Zucker darf nicht mehr knirschen. Das Ei einrühren und nochmals cremig schlagen. Mehl nach und nach mit dem Mixer einrühren. Schokolade, Haferflocken und Nüsse mit einem Löffel unterziehen, bis sie gleichmäßig verteilt sind.

Mit einem Löffel Teigportionen in der Größe eines leicht gehäuften Esslöffels ausstechen und auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech verteilen (9 Kekse pro Blech). Teigportionen mit einer Gabel vorsichtig flach drücken.

Die Kekse im vorgeheizten Backofen bei 165°C Ober- und Unterhitze backen bis sie goldbraun sind, rund 8-11 Minuten. Danach für zwei Minuten auf dem Backblech abkühlen lassen, anschließend auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

Tipps von Tanya Harding

„Die Chocolate Chip Cookies sind je nach Backdauer entweder crunchy (knusprig) oder chewy (mit zähem Biss). Als ich nach Deutschland ausgewandert bin, war die größte Herausforderung, den typischen weichen, braunen Zucker und die Chocolate Chips zu finden. Es gibt winzige Schokoladentropfen im Supermarkt und den weichen, braunen Zucker im Großhandel oder im nächsten British-Shop. Gehackte Backschokolade oder Kuvertüre sind eine Alternative, haben aber nicht die authentische Konsistenz.“

„Zum Abmessen verwende ich spezielle Tassen, eine 250 ml große deutsche Kaffeetasse sollte funktionieren.“

„Die erkalteten Chocolate Chip Cookies in einer luftdichten Dose oder einem Glas mit Schraubdeckel aufbewahren. Darin halten sie bis zu vier Wochen – zumindest habe ich mir das sagen lassen. Denn so lange haben sie, lecker wie sie sind, bei mir noch nie überlebt.“