Sie tun es heimlich, aber sie tun es: Die Briten lieben uns. Ja uns, uns Deutsche – das Volk mit den größten Minderwertigkeitskomplexen überhaupt. Zumindest schreibt „The Telegraph“, dass es im vergangenen Jahr einen Rekord an Übernachtungen britischer Besucher in Deutschland gab: nämlich 5.541.744 – ein Anstieg von 7,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die britische Zeitung hat diese Zahlen zum Anlass genommen, dreißig (!) Gründe zu sammeln, warum die Briten uns Deutsche „heimlich lieben“. Darunter sind teilweise Fakten, Rituale und Eigenschaften, die uns selbst gar nicht unbedingt bewusst waren. Wir stellen die spannendsten vor:

Die „Fun-City“ Berlin

Der erste und wohl wichtigste aller Gründe: Berlin liegt in Deutschland. Und Berlin ist laut einem Ranking die größte „Fun City“ schlechthin auf der Welt. Soll wohl heißen, dass man dort besonders viel Spaß haben kann. Auch wenn der britische Autor Adam Fletcher, der zum großen Erklärer der Deutschen avanciert ist, betont, dass Berlin absolut nicht symptomatisch für den Rest des Landes sei. Hinzu kommt: In Berlin befinde sich „der beste Club der Welt“, so der Telegraph: das Berghain.

Wir haben für ALLES einen Ausdruck

Für jegliche Stimmung, für jedwede Randerscheinung haben wir Deutsche ein Wort. Der Ausdruck, der die Briten besonders beeindruckt: „Backpfeifengesicht“. Auch hoch im Kurs: „verschlimmbessern“ und „Schnapsidee“.

Wir lieben lange Wörter

Das Wort „Rindfleischetikettierungsueberwachungsaufgabenuebertragungsgesetz“ habe sich in der deutschen Sprache zwar nicht durchgesetzt, so der Telegraph, aber es blieben ja immer noch viele andere „brillante“ lange Wörter übrig: etwa „Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung“ oder  „Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitaenswitwe“.

Wir haben den Weihnachtsmarkt erfunden

„Brutzelnde Würstchen, Glühwein, Lebkuchen“: Der deutsche Weihnachtsmarkt sei einfach unvergleichlich, so das Blatt. Da könne der britische Abklatsch nicht mithalten. Man muss schon das Original besuchen für das richtige „Weihnachtsmarktgefühl“.

Die Sonne und das Meer in Deutschland

Wie bitte? Stammt dieser Punkt vielleicht aus einer Liste zum Thema „Warum wir Spanien lieben“? Nein, scheint nicht so, denn die Autoren nennen explizit unsere Inseln an Nord- und Ostsee, etwa Sylt und Rügen. Obwohl die Briten selbst so viel Küste haben, finden sie unsere wohl auch ganz gut. Ihr Lieblings-Accessoire: „diese brillanten Strandkörbe“.