Uckermark - Ein Thema, mit dem sich heute viele Gartenbesitzer beschäftigen, ist der „naturnahe Garten“. Also ein Garten, der sich nicht gegen die Natur wendet, sondern sie einbezieht und bestenfalls sogar positiv beeinflusst. Im vergangenen Jahr habe ich an dieser Stelle schon eine Studie vorgestellt, die am Beispiel des englischen Anwesens Great Dixter eine verblüffende Tatsache ans Licht brachte: nämlich dass die Biodiversität in klassischen Gärten deutlich höher ist als in der freien Natur. Außerdem erfuhr man, dass ein naturnaher Garten eben vor allem ein Garten ist, der von vielen unterschiedlichen Lebewesen bewohnt wird. Wenn sich also Vögel und Igel, Schmetterlinge und Bienen, Regenwürmer und Hummeln im Garten tummeln, dann ist man auf dem richtigen Weg. 

Aber welche Maßnahmen sind es nun genau, die den Garten naturfreundlich werden lassen? Was muss man tun und was lassen, um einladend auf die Tierwelt zu wirken? Ratschläge gibt es zuhauf. Aber wenn man genauer hinschaut, entpuppen sich viele als die immer gleichen überlieferten (Binsen-)Weisheiten, die leider nicht auf wissenschaftlichen Untersuchungen beruhen. So wird zum Beispiel immer wieder behauptet, dass Brennnesseln gut für den Garten sein sollen – nur hat bisher niemand überprüft, ob das auch stimmt. Fast niemand.

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