Eine Organisation, die ich bislang nicht kannte, ist der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks. Vor ein paar Tagen las ich dann, dass dieser stolze Verband einen Brief an den Deutschen Fußballbund geschickt hat, um auf ein gesellschaftliches Problem aufmerksam zu machen. Im Brief heißt es: „Mit großer Verwunderung mussten wir an den vergangenen Spieltagen feststellen, dass ein Großteil der Fußballprofis sich mit frischgeschnittenen Haaren auf dem Platz präsentierte: Einrasierte Scheitel, auf wenige Millimeter getrimmtes Nacken- und Schläfenhaar, saubere Konturen. Frisuren, die nur professionelle Friseurinnen und Friseure mit Profi-Equipment schneiden können.“ Und weiter: „Der Unmut gegenüber topgestylten Fußballern (...) wächst.“

Am Samstagabend schaue ich gerne Bundesliga. Mich interessiert der Fußball, weniger die Frisuren. Zumal Fußballer-Frisuren nicht den besten Ruf haben. Hochgebundene Pferdeschwänze nach Art des Urban-Samurai, Extrem-Färbungen, Vokuhila, einrasierte Rückennummern – viele Scheußlichkeiten lassen sich bei Fußballern bewundern. Legendär ist die Frisur des Brasilianers Ronaldo bei der WM 2002: Er rasierte sich den ganzen Kopf und ließ nur vorne an der Stirn ein paar Haare in Form eines Halbmondes stehen.

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