Berlin - Im Ernst, ich war noch nie im Ernst essen ... Falls Sie jetzt eben eine Lücke in Ihrem eigentlich überkompletten Restaurantwissen entdecken: Das Ernst ist ein Restaurant, für das man wie in der Oper ein Ticket kaufen muss. Geführt wird es von dem sehr jungen und sehr unkonventionellen Kanadier Dylan Watson-Brawn, dessen Kochkunst bei vielen meiner Kritikerkollegen derzeit als State of the Art gilt.

In diesem Restaurant zu essen ist tatsächlich eine ernste Angelegenheit. Die Gäste sitzen wie Jünger um einen Tresen, so habe ich es mir jedenfalls erzählen lassen. Aufgetischt werden nacheinander 20 bis 30 Gänge, die man wohl auch Gängchen nennen könnte. Mal eine Jakobsmuschel vom berühmten Muscheltaucher Roddy aus Norwegen, mal eine Shishito-Paprika, mal auch nur eine Karotte. Natürlich nicht irgendeine Karotte, sondern eine von der Biolandwirtin Branca aus Beeskow, die sie auf quarzhaltigem Sand angebaut hat. Das alles, und zwar bis ins letzte Detail, erfährt der Gast übrigens auch während des Mahls.

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