Berlin - Der „Kone Island“ repräsentiert den Essenzialismus, dem sich eine neue Generation von Berliner Barmachern verschrieben hat. Hannes Lautenschlager und Dustin Franke gehören dazu; sie betreiben die Lamm Bar in Prenzlauer Berg, eine mondän-moderne und gänzlich unverplüschte Institution des Neuen Berlin.

Genauso geradeaus ist dieser Cocktail. Er basiert auf dem hauseigenen Kornbrand, den Lautenschlager und Franke im Sommer lancierten. „Man muss vor Korn keine Angst haben“, sagt Lautenschlager, „er ist der bessere Wodka.“ Der Roggen, die Grundlage seines Korns, kommt vom Vater aus Bayern, der Biobauer ist. Auch destilliert wird in Bayern. Und weil der Vater Konrad heißt, heißt der Drink eben Kone Island, so what.

„Der Cocktail ist extrem süffig und leicht. Die fruchtige Kornnote trifft darin auf die leichte Bitterkeit der Waldbeeren.“ Eine schöne Farbe hat er auch. Und wir ungelernten Barfrauen und -männer können ihn ganz leicht zu Hause nachmixen. Denn nichts gegen Quereinsteiger: Auch Lautenschlager und Franke, der eine BWLer, der andere Ingenieur, sind ungelernte Gastronomen. Sehr erfolgreiche übrigens – neben der Lamm Bar haben sie eine weitere Bar namens Krass Böser Wolf in Friedrichshain und eine dritte soll bald in Weißensee folgen.

Die Corona-Krise überbrücken sie im Lockdown light mit täglichem Glühweinausschank ab 17 Uhr vor der Lamm Bar in der Wisbyer Straße 1. Freitag bis Sonntag gibt es dazu ab 14 Uhr Flammkuchen. Alles natürlich auf die Hand. Über den harten Lockdown hilft dann der Webshop hinweg, wo man deutschlandweit „Bottled Lämmchen“ (so heißen abgefüllte Cocktails hier), besagten Korn und mehr bestellen kann.

Kone Island

  • 5cl Stoa Korn
  • 2cl Limettensaft
  • 1cl Zuckersirup
  • 1 Esslöffel gefrostete Waldbeerenmischung (für intensiveren Geschmack gern bio)
  • Alle Zutaten mit Eis shaken, doppelt abseihen (zusätzliches Sieb benutzen) und in ein Longdrinkglas mit Eis geben. Anschließend mit Ginger Beer auffüllen und 2, 3 Beeren dazugeben.