X-Chairs samt Beistelltischen auf den Granitplatten des Kulturforums: Die Möbel sind Paradestück des Designers Hermann August Weizenegger, dessen Ausstellung „ATMOISM – Gestaltete Atmosphären" im Kunstgewerbemuseum zu sehen ist.
Foto: Atelier HAW

Berlin - Draußen klackern die Skateboards über die Asphaltkanten, drin wummern die Bässe. Das Kunstgewerbemuseum, das sich ein wenig versteckt am nördlichen Rand des Kulturforums befindet, empfängt seine Besucher dieser Tage mit Techno, dem Sound aus dem Underground der Neunzigerjahre. Das großzügig und offen gestaltete Innere des Sechzigerjahre-Baus von Rolf Gutbrod trägt den Klang aus dem Untergeschoss hoch zur Ebene des Eingangs. Die Techno-Installation ist Teil eines Parcours aus insgesamt 24 Stationen, mit dem sich „ATMOISM – Gestaltete Atmosphären“ durch die historische Sammlung im gesamten Haus schlängelt. Gezeigt werden Designobjekte von Hermann August Weizenegger.

Damit ist auch schon das Wesentliche dieser Ausstellung umrissen. Denn sicherlich zeugen die Einrichtungsgegenstände Weizeneggers von gestalterischem Können, sie sind schön und zeitgemäß. Aber das Besondere hier ist vor allem ihre Anordnung im Raum, ihre Interaktion mit dem Gebäude und den historischen Exponaten darin. Die Unterwanderung der präsentierten Designgeschichte mit zeitgenössischen Formen und Materialien ist es, die den Rundgang durch diese in der Tat atmosphärisch aufgeladenen Räumlichkeiten reizvoll macht.

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