Eine der schönsten Spielarten erotischer Interaktivität ist die Literatur. Indem der Leser die vom Autor zuvor in Sprache eingefrorene Fantasie mit dem Hauch seines Geists wieder verlebendigt und sich anverwandelt, wird die Dualität des Körperspiels überwunden. Selbst restlos komplementäre Sexualpartner können nicht so innig miteinander verschmelzen. Ich wundere und freue mich, dass das alle Grenzen überwindende Spiel der Vorstellungskräfte keine Eifersucht im echten Leben auslöst. Vielleicht sollte ich es nicht an die große Glocke hängen, denn eigentlich würde ich mich nicht wundern, wenn Paare, die eine exklusive Beziehung führen, einander das nun wiederentdeckte Buch von Marian Engel aus der Hand schlügen.

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