Ein Magnet für Wildbienen und andere Summer: der vanillegelbe Riesen-Schuppenkopf (Cephalaria gigantea)
Foto: Rainer Elstermann

Berlin/Uckermark - Viele Gartenbesitzer mögen kein Gelb. Die Farbe gilt als nicht besonders fein – zu laut, zu simpel sonnig, von dezenter Eleganz keine Spur. Während meiner planerischen Tätigkeit als Gärtner höre ich darum oft von den Bauherren: Bitte kein Gelb! So erreichte mich erst kürzlich das Foto einer Kundin mit der allerersten Blüte auf ihrer Gartenanlage und dem enttäuschten Kommentar: „Natürlich gelb!“ 

Dabei könnte ich mir durchaus vorstellen einen „Yellow Garden“ zu entwerfen, als gelbes Gegenstück zu den „White Gardens“, die die englische Gartenkoryphäe Vita Sackville-West im letzten Jahrhundert so populär gemacht hat und die eine Zeit lang jeder haben wollte. Genauso gut könnte ich mir vorstellen, einen schwarzen Garten zu konzipieren, oder zumindest einen schwarz-weißen. Pflanzen gibt es genug. Aber zurück zu Gelb. Tatsächlich wirkt diese Farbe nicht auf Fotos, und da wir Gärten heute hauptsächlich in Magazinen, Bildbänden oder auf Instagram sehen, entscheiden wir uns erst einmal dagegen.

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