Berlin - Um 1990 traf ich Helmut Newton in Monte-Carlo zum Interview. Für die Münchner Zeitschrift Männer-Vogue betreute ich damals die Rubrik „Warum ich trage, was ich trage“, in der Prominente die Grundlagen ihrer Garderobe erläuterten. Neben Karl Lagerfelds Sammlung kostbarer Krawattennadeln und Günter Netzers Frisur stand Newtons Signaturlook aus hellblauen Jeans und weißen Turnschuhen (der Starfotograf war seiner Zeit auch in Sachen Fußbekleidung voraus) ganz oben auf der Liste der Kleidungsstücke, deren Was-Wie-Warum dem deutschen Leser nicht länger vorenthalten werden sollten.  

Ich flog also nach Nizza und bestieg dort den Helikopter nach Monaco (Zeitschriften hatten damals Geld wie Heu). Heute noch erinnere ich mich an den Landeanflug knapp über der Wasseroberfläche, bei dem sich das Mittelmeer als blau-gläserner Teppich unter die Kufen des Hubschraubers schob. Kurz darauf ging ich durch einen stillen, mit Spannteppich ausgelegten langen Flur in einem der Apartmenttürme, aus denen das Steuerparadies Monaco besteht.

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