Die kroatische Ferieninsel Hvar hat drastische Strafen für Personen eingeführt, die sich in den Städten nur in Badekleidung bewegen. Am vergangenen Wochenende wurden Schilder aufgestellt, die unter dem Motto „Spar dein Geld und genieße Hvar“ die neuen Geldbußen in englischer Sprache ankündigen.

Im Bikini durch die Dörfer – kostet 600 Euro Strafe

Zeigt man sich in den historischen Gemeinden der Insel nur in Badehose oder Bikini, drohen 600 Euro Strafe, wie die kroatische Zeitung Slobodna Dalmacija schreibt. Grölend mit Bier in der Hand durch die Straßen zu ziehen oder betrunken auf öffentlichen Plätzen zu liegen, wird mit 700 Euro geahndet.

Hinter den ungewöhnlichen Sanktionen, die vor allem auf britische Urlauber abzielen, steht der neue Bürgermeister Rikardo Novak.

„Die jungen Leute besaufen sich, kotzen und pinkeln in jeden Mülleimer“

„Die jungen Leute besaufen sich, kotzen, laufen nackt und pinkeln in jeden Mülleimer“, hatte er diese Geldstrafen begründet. In der vergangenen Woche hatte eine Mutter für Aufsehen gesorgt, deren Kind sein „großes Geschäft“ unmittelbar an der belebten Urlauberhauptstraße Stradun in der Altstadt von Dubrovnik verrichtete.

Auch auf Mallorca sind Saufgelage an vielen Orten verboten

Auch auf Mallorca galten strenge Benimmregeln, die aber Anfang des Jahres gekippt wurden, wie die Mallorca-Zeitung berichtet.  Diese gekippte Verordnung von 2014 sah unter anderemein Bikiniverbot beim Stadtbummel vor. Der strenge Strafenkatalog beinhaltete 120 verbotene Handlungen.

Saufgelage auf Mallorca können 1500 Euro Bußgeld kosten

Trotzdem sind Saufgelage auf der Lieblingsinsel der Deutschen an vielen Orten verboten – darunter auch an der stark frequentierten Playa de Palma. Wer öffentlich trinkt, riskiert dort ein Bußgeld, das zwischen 1500 und 3000 Euro liegen kann. (dpa/dmn)