Fünf Tipps für die perfekte Tischdeko
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Gemeinsames Essen fördert die Harmonie. Das wussten wahrscheinlich bereits unsere unzivilisierten Vorfahren, wenn sie sich andächtig am prasselnden Lagerfeuer zusammenfanden, um gebratenes Mammut oder ähnliche Spezialitäten zu genießen. Mit vollem Bauch plaudert es sich eben einfach besser – Zufriedenheit macht sich breit, die Sorgen des Alltags treten in den Hintergrund usw.

Ein Grundsatz, den allerdings erst die Segnungen der Zivilisation in die Welt getragen haben, ist: „Das Auge isst mit“. Und obwohl dieser im Alltag ab und zu sträflich vernachlässigt wird, spielt er doch eine große Rolle, wenn es darum geht, Essen zu zelebrieren. Ja, wenn Gastgeber ihren Gästen nicht nur die reine Nahrungsaufnahme ermöglichen wollen, sondern der gemeinsame Brunch, Lunch oder das abendliche Dinner ein Erlebnis sein sollen. Dann gilt es, die Tischdecken zu entstauben, die güldenen Kerzenleuchter hervorzuholen und das silberne Besteck zu polieren – es ist angerichtet!

Da sind wir nun einige Schritte vorgeprescht. Am besten fangen wir bei den fünf wichtigsten Tipps an, die im Verbund die perfekte Tischdeko für Sie und Ihn ergeben.

Tipp 1: Das Tischtuch

Tischtücher bedecken Tischplatten. So viel sollte klar sein. Weiterhin ergänzen diese die Tischdekoration aber, indem sie einen ansprechenden Untergrund bilden. Das Tischtuch sollte farblich allerdings nicht zu dominant oder effekthascherisch wirken – daher empfehlen wir weißen Stoff. Diese hellen Tischtücher eignen sich für festliche Anlässe, insbesondere für schicke Abendessen. Den Stoff sollte der Gastgeber auf Geschirr und Besteck abstimmen. Zu einem eher rustikalen Gedeck passt ein feines Leinentuch beispielsweise nicht so gut. Hier ist ein grobes Baumwollgewebe ausreichend. Soll es edles Geschirr und Besteck sein, kann man ruhig zu empfindlicheren, leichten Stoffen wie Damast oder Leinen greifen.

Tipp 2: Platz und Menükarten

Platz und Menükarten erleichtern es Gästen – sobald die Tischgesellschaft eine gewisse Anzahl überschreitet – sich zurechtzufinden. Auf diese Weise eine Sitzordnung festzulegen, kann dabei helfen, eine gesunde, heitere Grundstimmung zu erzeugen. Wenn beispielsweise – durch einen unglücklichen Zufall – zwei Personen nebeneinandersitzen, die sich auf den Tod nicht ausstehen können, so trägt das wenig zu einem harmonischen Miteinander bei. Bei großen und sehr heterogenen Tischgesellschaften kann es also durchaus lohnenswert sein, etwas Denkarbeit in die Tischordnung zu investieren. Die Gäste werden es dem Verantwortlichen danken.

Tipp 3: Das Centerpiece

Das sogenannte Centerpiece bildet das Kernstück der Dekoration. Gut eignen sich hierfür Blumengestecke oder Etageres mit Biscuits. Optimal in Szene setzen kann man den jeweiligen Tafelaufsatz, indem man einen farblich abgesetzten Tischläufer in der Mitte des Tisches platziert. Zusätzlich kann der Gastgeber auch Christbaumkugeln, Ostereier o. Ä. strategisch verteilen – je nach Anlass des Essens und Jahreszeit.

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Tipp 4: Tischdecken mit System

Niemand möchte gegenüber seinen Gästen als Kretin gelten, der die gängigsten Richtlinien beim Dekorieren nicht kennt – daher lohnt es sich, einen kurzen Blick in das entsprechende Regelwerk zu werfen. Besteck gilt es beispielsweise so zu verteilen, dass die einzelnen Gänge von außen nach innen gegessen werden. Erst benutzen die Gäste also die Besteckteile, die außen liegen, und arbeiten sich dann Schritt für Schritt vor. Die Voraussetzung dafür ist freilich, dass der Gastgeber mehrere Gänge serviert. Besteht das Essen aus einem einzigen Gang, stiften zu viele Besteckteile nur Verwirrung. Löffel für Suppen oder Gazpachos platziert man waagerecht, oberhalb vom Teller.

Tipp 5: Gastgeschenke erhalten die Freundschaft

Durch kleine Geschenke sorgt man bei den Beschenkten schnell für gute Laune und bedankt sich gleichzeitig dafür, dass sie die Einladung zum Essen angenommen haben. Die Kleinigkeiten sollten den Gastgeber aber nicht in finanzielle Unkosten stürzen: Pralinen, Schokolade oder Genussmittel wie Zigarren reichen vollkommen aus – schließlich zählt die Geste.