Stößchen für den guten Zweck: Champagner-Firma spendet 1743 Bäume an Berlin

Moët veranstaltet eine Promi-Party im Bärensaal. Nicht, ohne öffentlichkeitswirksam auf den naturnahen Umbau der Stadtwälder anzustoßen. Und so war die Fete.

Schuster, bleib bei deinem Leisten? Schauspieler und Hobby-Diskjockey Lars Eidinger pfeift drauf.
Schuster, bleib bei deinem Leisten? Schauspieler und Hobby-Diskjockey Lars Eidinger pfeift drauf.Moët & Chandon

Sienna Miller musste leider absagen. Aus gesundheitlichen Gründen, wie es hieß. Gekommen sind indes andere internationale Stars wie Lucas Bravo, der durch die Netflix-Serie „Emily in Paris“ berühmt wurde, „Bridgerton“-Hauptdarstellerin Phoebe Dynevor oder der britische Sänger James Arthur. Und deutsche Promis waren sowieso in Scharen da: Moritz Bleibtreu, Daniel Brühl, Emilia Schüle, Sabin Tambrea, dazu ein paar „GNTM“-Mädels und einige Influencer-Boys.

Seit dem vergangenen Jahr veranstaltet der Champagner-Hersteller Moët & Chandon seine Gala-Feste unter dem Motto „Let’s Celebrate Togetherness“, was nach zwei Corona-Jahren und in der aktuell politisch so angespannten Lage beinahe wie eine feucht-fröhliche Kampfansage klingt: Ein willkommener Eskapismus, der den Blick weg von den Zerwürfnissen unserer Zeit und hin zum friedlichen Beisammensein lenken soll.

Sagen zu einem Glaserl offenbar auch nicht nein: Netflixstar Lucas Bravo und Schauspielerin Emilia Schüle.
Sagen zu einem Glaserl offenbar auch nicht nein: Netflixstar Lucas Bravo und Schauspielerin Emilia Schüle.Moët & Chandon

Bereits mehr als zwanzigmal veranstaltete Moët weltweit solche Gala-Abende, nach Stationen etwa in Sidney, Madrid oder Lagos war am gestrigen Dienstagabend (8.11) dann Berlin an der Reihe. Lange, hübsch gedeckte Dinner-Tafeln im historischen Bärensaal des Alten Stadthauses, ein Dreigängemenü mit Hummer, Kalb und Champagnerbegleitung, ein Live-Auftritt von James Arthur: Hinter dem rauschenden Fest – man ahnt es schon – lauerte auch ein guter Zweck.

Die Sache mit den Bäumen, dem Bärensaal und dem Breitscheidplatz

Im Zuge seiner Partys unterstützt das Unternehmen verschiedene Projekte aus den Bereichen der Nachhaltigkeit und des Naturschutzes. Im Hinblick auf Berlin bedeutet das: Exakt 1743 Bäume werden an das Bergwaldprojekt e.V. gespendet, das einen naturnahen Umbau der Stadtwälder zum Ziel hat. Hoffen wir mal, dass die Baum-Bepflanzungen sortierter von statten gehen, als derzeit das weihnachtliche Baum-Aufstellen am Breitscheidplatz.

Sowas hat das Tier noch nie gesehen: Um den bronzenen Bären wurde eine Champagnerglas-Pyramide drapiert.
Sowas hat das Tier noch nie gesehen: Um den bronzenen Bären wurde eine Champagnerglas-Pyramide drapiert.Moët & Chandon

Bergwaldprojekt e.V. wurde jedenfalls 1987 auf Initiative des Greenpeace-Aktivisten Wolfgang Lohbeck und des Försters Renato Ruf hin in der Schweiz gegründet, 1993 kam ein deutscher Ableger des Projekts hinzu. Der Verein arbeitet mit zahlreichen Freiwilligen in mehreren europäischen Ländern am Erhalt der Ökosysteme.

Lars Eidinger spult mal wieder seine liebste WG-Party-Playlist ab

Neben den 1743 Bäumen – die Zahl entspricht by the way dem Gründungsjahr des Champagner-Unternehmens, wie Sylvie Meis  am Dienstagabend in gastgeberischer Attitüde keck dahermoderierte – werden auch Spendengelder an das Bergwaldprojekt weitergegeben. Mit diesen sollen verschiedene Projektwochen in Alt-Tegel durchgeführt werden. Gute Sache das; da klimperten im Bärensaal natürlich fleißig die Champagnergläser.

Macht an Mikrophon und Klampfe gar keine schlechte Figur: James Arthur spielte live im Bärensaal auf. 
Macht an Mikrophon und Klampfe gar keine schlechte Figur: James Arthur spielte live im Bärensaal auf. Moët & Chandon

„Toast for a Cause“ nennt das die Firma Moët – ein Stößchen für den guten Zweck. Nach dem Diner gab's dann noch eine Party. Als DJ versuchte sich einmal mehr der Schauspieler Lars Eidinger, was ehrlicherweise immer ein bisschen was von Spotify-Playlist auf der Friedrichshainer WG-Party hat. Achtziger, Neunziger und das Beste von heute – nun ja. Für den guten Zweck kann man wohl auch das mal mitmachen.