Vorletzten Sonntag um 17.40 Uhr wurde ich zum Corona-Kriminellen. Es geschah auf der Bundesstraße 158 auf der Höhe von Werneuchen, das präzise 15 Kilometer von unserem Wochenendhaus entfernt liegt. Wenige Stunden zuvor war der Corona-Inzidenzwert im Landkreis Märkisch-Oderland auf über 200 gestiegen, was eine Rückfahrt zu unserem Berliner Hauptwohnsitz eigentlich verbot.

Da wir grundsätzlich gesetzestreue Menschen sind, berieten wir ausführlich, bevor wir es trotzdem wagten. Wichtige Argumente dabei waren: Erstens, unser Kühlschrank war leer. Zweitens, wir hatten am nächsten Morgen wichtige Termine in Berlin. Drittens, wir hatten unsere Töchter lediglich mit dem Versprechen aufs Land locken können, sie pünktlich am Sonntagabend wieder zurück zu chauffieren.

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