Berlin/Uckermark - Fangen wir unverzagt mit dem Klischee an. Frauen und Gärten scheinen schon deshalb zusammenzugehören, weil die Blume ein traditionelles Symbol für Weiblichkeit ist. Immerhin heißt die Göttin der Blüte, des Frühlings und der fröhlichen Lebendigkeit nicht Florus, sondern Flora. Aber auch jenseits mythologischer bis stereotyper Vorstellungen hält die Verbindung: Gerade die Gartengestaltung wurde und wird von weiblichen Visionären, Experten und Influencern geprägt.

Die erste Frau (zumindest außerhalb Chinas), der eine imposante Gartenanlage zugeschrieben wird, ist Semiramis. Ihr gelang offenbar ein ganz großer Wurf, da es sich bei den üppig bepflanzten Terrassen um eines der antiken sieben Weltwunder handelt, die Hängenden Gärten von Babylon. Königinnen und andere adlige Damen haben im weiteren Verlauf der Geschichte noch häufig Parks anlegen lassen, so etwa Caterina de’ Medici einen am Schloss Chenonceau, der bis heute erhalten ist und zu den meistbesuchten grünen Zielen Frankreichs gehört.

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