Berlin - In unserer Familie heißen diese Kekse Schmalznüsse. Keine Ahnung warum, denn Schmalz ist nicht drin. Sie sind das Lieblingsweihnachtsgebäck meiner Kindheit –  bis heute. Weil sie so simpel sind, durfte ich schon früh dabei helfen. In der Weihnachtsbackstube meines Vaters gab es zwar leichte Variationen, aber, neben dem aufwendigen Hutzelbrot, waren diese Schokokugeln immer dabei. Vermutlich, weil meine Geschwister und ich darauf jedes Jahr bestanden haben.

Probieren Sie den ersten Keks noch heiß vom Blech und Sie wissen, warum.

Zutaten (reicht für etwa 60 Kekse):
375 g Palmin-Soft
500 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
1 TL Hirschhornsalz
6 Esslöffel Kakao (Mindestmenge)
625 g Mehl (Weizen Typ 405)

Zubereitung:
Das Palmin-Fett und denn Zucker mit der Küchenmaschine oder dem Mixer schaumig rühren. Am besten wird das Ergebnis, wenn das Fett erwärmt wird. Nimmt man festes Kokosfett, sollte man es so warm machen, bis es flüssig ist. Vanillezucker und Ei unterrühren. Das Hirschhornsalz in ein wenig Wasser auflösen und dazugeben. Das Mehl nach und nach unterrühren. Leichter fällt es, wenn man von Rühr- zu Knethaken wechselt. Zum Schluss den Kakao zugeben. 

Den Teig abdecken und eine Nacht kühl stellen. Nicht in den Kühlschrank! Er wird sonst so hart, dass die Verarbeitung am nächsten Tag schwerfällt. Und nicht irritieren lassen, wenn der Teig leicht scharf riecht. Das liegt am Hirschhornsalz und hat keinen Einfluss auf den späteren Geschmack.

Mit den Händen walnussgroße Kugeln formen und auf ein Blech mit Backpapier legen. Bisschen Abstand lassen. Bei 200 Grad (nicht Heißluft) etwa acht Minuten ausbacken. Wenn die Kekse an der Oberfläche Risse bekommen, sind sie fertig. Dann müssen sie auf jeden Fall raus. Wenn möglich, nicht auf dem Blech abkühlen lassen.