Köln. Der elegante Kranich und seine sparsame Tochter - viel gemeinsam hatte Germanwings mit seiner Muttergesellschaft Lufthansa früher nicht. Passagiere konnten sich oft zwischen ihnen entscheiden. Inzwischen haben sie auf immer weniger Strecken die Wahl.

Auf Dauer übernimmt Germanwings von der Lufthansa alle Flüge innerhalb Deutschlands und Europas, die nicht über München oder Frankfurt gehen. Ausnahmen gibt es nicht. Innereuropäische Strecken sind nach Lufthansa-Standards in der Regel Flüge, die weniger als vier Stunden dauern. Übernommen hat Germanwings in den vergangenen Monaten bereits alle Verbindungen ab Stuttgart und alle Flüge zwischen Hamburg und den Städten Wien, Palma de Mallorca, Stuttgart und Nürnberg. Am 29. Juni 2013 kommt die Verbindung Hamburg-Köln hinzu. Bis Ende Januar 2014 werden alle übrigen Flüge von und nach Hamburg, die Lufthansa dauerhaft abgibt, an Germanwings übergehen.

Germanwings will weg vom reinen Billig-Image. Der Einstiegspreis von 33 Euro soll beibehalten werden. Eine Business-Klasse gebe es nicht. Das gesamte Angebot entspreche der Economy-Klasse, teilt Lufthansa mit. Die unterteile Germanwings künftig aber in drei Kategorien: «Best» sei ein hochwertiges Angebot, das sich hauptsächlich an Geschäftsreisende und Privatreisende mit höheren Komfort-Ansprüchen richte. «Best»-Tickets gibt es ab 199 Euro.

Die neuen Tarife können Fluggäste früher als geplant buchen. In Reisebüros sind «Best»- und «Smart»-Tickets für Flüge ab Juli ab dem 12. April buchbar. «Basic»-Tickets gibt es nur online. Ursprünglich war Juli als Termin vorgesehen. (dpa/tmn)