Gerade in diesen Zeiten ist es wichtig, einen treuen Begleiter zu haben. Einen, der da ist, auch wenn es schwierig wird. Mein alter schwarzer Volvo ist so ein Begleiter. (Wobei ich mich gerade frage, ob man die Autofarbe überhaupt noch erwähnen darf. Zumindest sollte ich anmerken, dass es nicht meine Absicht ist, Menschen mit zum Beispiel silbergrauen Autos auszuschließen oder gar zu diskriminieren. Nicht mal Menschen mit mintgrünen Autos, nur damit das klar ist.)

Mein Volvo jedenfalls hat mehr als 260.000 Kilometer auf dem Buckel, in Menschenjahren gerechnet wäre er vermutlich so um die neunzig. Wären auch Autos von der Pandemie bedroht, dann könnte ich ihn jetzt sogar impfen lassen. Aber mein treuer Knappe hat kein Corona, er hat Drosselklappe. Das ist ein recht gängiges Auto-Leiden, so eine Art Bandscheibenvorfall für Volvos. Die Drosselklappe sitzt unter dem Motorblock und regelt die Luftzufuhr. Das mit der Regelung erledigt ein kleiner Motor, der über ein Plastikpleuel mit der Drosselklappe verbunden ist. (Sorry für die technischen Details, aber sie sind wichtig für die Geschichte, wie der geneigte Leser sogleich sehen wird. Denn:) Dieses winzige Plastikpleuel war gerissen, alles andere (der kleine Motor, die Drosselklappe selber) funktionierte tadellos. „Tja, kann man nichts machen“, sagte der Werkstattmeister, dem ich mein Auto zur Inspektion gebracht hatte. „Müssen wir komplett tauschen, kostet 1.240 Euro.“

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