BerlinVor einiger Zeit las ich, dass der Modedesigner Wolfgang Joop mehrere Hunde hält und deren Anwesenheit als sehr tröstlich empfindet, vor allem jetzt, im Angesicht der Pandemie. „Nachts, wenn sich Lieschen neben mir zusammenrollt, lege ich manchmal meine Hand auf ihren Brustkorb. Dann spüre ich unter dem drahtigen Kokosmattenhaar ihren Herzschlag, dieses ruhige Atmen. Das überträgt sich auf mich“, so Joop.

Ich habe keinen Hund mit drahtigem Kokosmattenhaar, sondern eine Katze mit schwarzen Pfoten. Aber Joop spricht mir aus dem Herzen. Es ist schön, jemanden an seiner Seite zu wissen, der komplett Virus-ignorant ist. Schaue ich die Nachrichten an oder ein „ZDF-Spezial“, dann liegt Elfriede Jelinek, meine Katze, neben mir auf dem Sofa und schläft. Oder leckt sich gelangweilt zwischen den Beinen. All die aufgeregten Debatten, Infektionszahlen und düsteren Zukunftsszenarien prallen an ihr ab. Ach, wie gerne würde ich mir auch mal, zur Entspannung, zwischen den Beinen lecken.

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