Berlin/HannoverWer noch immer glaubt, Stricken sei ein Hobby für die Oma, dürfte sich wohl noch nie so getäuscht haben. Die häusliche Handarbeit triumphiert auf allen Social-Kanälen. Bei Instagram wird Stricken als Seelenbalsam mit modischem Mehrwert inszeniert, während hippe Anbieter wie We Are Knitters oder Wool And The Gang ständig neue Fertigpakete mit Wolle, Nadeln und Anleitung anbieten. Von wegen zwei rechts, zwei links, und bloß keine Masche fallen lassen: Stricken geht immer mehr in Richtung Kunst und Strickdesigner, darunter viele Männer, entwerfen immer spannendere Muster. 

Den Trend zum wolligen DIY bemerken auch die Berliner Maschenmacher – und nicht erst seit Corona. Lisa Benischek vom Stricklabel Knit Knit sagt, der Trend rühre auch von der Slow-Fashion-Bewegung her: „Für viele junge Leute ist es wichtig, sich mit den Themen Mode und Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Und seine Kleidung selber zu machen, ist das Nachhaltigste, was es gibt“, sagt die Wienerin, die in Berlin-Mitte seit acht Jahren ihren eigenen Strickladen betreibt. 

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