Berlin - Inzidenzwert, Homeschooling, Superspreader: Nach einem Jahr Pandemie haben einige der blitzblanken neuen Begriffe deutlich an Glanz verloren. Auch „Homeoffice“ ist für viele, die es unfreiwillig betrifft, mittlerweile ungut besetzt. Schwingt da nicht doch etwas von Zwangseinweisung mit, von Fron am Küchentisch wie im finsteren 19. Jahrhundert? Immerhin galt uns die eigene Wohnung früher als rettende Insel, auf die man sich an gewissen Bürotagen ab der Mittagspause zurücksehnte. Was machte es schon, wenn man nachts um elf auf dem Sofa noch schnell ein paar E-Mails abarbeitete: Zumindest körperlich war man in privaten Sphären.

Tempi passati. Der ehemalige Ruhepol wird jetzt als Homeoffice auf eine harte Probe gestellt. Wie wir muss er sich den Realitäten stellen und sich transformieren. Schließlich wollen, ja müssen wir es dort jetzt länger am Stück gut aushalten können. Woraus folgt: Bereiche, die bereits vor dem Lockdown der Renovierung harrten, werden zum ästhetischen Ärgernis, je öfter und länger wir hinschauen. Und ungelöste Einrichtungsfragen in den eigenen vier Wänden fangen an zu nerven.

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