Paris - Halloumi Dürüm. Veggie Döner. Gegrilltes Gemüse mit Feta. Was in Berliner Ohren nach klassischer Dönerbude klingt, ist für Pariser Neuland. In der französischen Hauptstadt sorgt diese Speisekarte selbst im Lockdown für lange Warteschlangen. Vor dem Kebab-Laden Sürpriz mitten im Pariser Szeneviertel Oberkampf im 11. Arrondissement haben sich in der Mittagszeit über ein Dutzend Menschen angestellt. Die Wartezeit nehmen die französische Studentin Olymp aus Paris und ihr Freund Mathieu gerne in Kauf: „Wir wohnen in diesem Viertel und kommen in letzter Zeit häufig hierher, um einen Kebab zu holen. Es gibt einige Dönerbuden in der Stadt, aber nirgendwo gibt es Gemüse im Brot dazu. Und ehrlich gesagt ist die Marinade auch einzigartig.“

In Paris bedeutet Döner Kebab in der Regel Brot, Zwiebeln und jede Menge Fleisch. Der Berliner Dönerladen Sürpriz bildet da eine Ausnahme. Hinter der pfiffigen Geschäftsidee, den typischen Berliner Döner mit weniger Fleisch, viel gegrilltem Gemüse und Feta (oder auch wahlweise als Veggie-Döner) auf die Pariser Stadtkarte zu bringen, stehen zwei deutsche Quereinsteiger: Benedikt Schilling und Stéphane Brass sind vor knapp eineinhalb Jahren von Berlin nach Paris gezogen. In der Rue Oberkampf, einer Straße, die nach einem französischen Industriellen mit deutschen Wurzeln aus dem 18. Jahrhundert benannt ist, haben sie ihren eigenen Dönerladen eröffnet. „Wir haben uns verschiedene Viertel angeschaut und überlegt, wo unsere Marke am besten hinpasst. In der Rue Oberkampf haben die Leute und das Feeling gestimmt. Und der Straßenname hat dann witzigerweise auch gut gepasst“, sagt Stéphane Brass.

Lesen Sie doch weiter

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Oder das E-Paper? Hier geht’s zum Abo Shop.