VermontAls Arzt in einem Hospiz in Chicago betreute Nicholas A. Christakis Mitte der Neunziger todkranke Patienten. Diese Erfahrung prägt den 58-Jährigen bis heute. In seiner weiteren Karriere wurde der Sohn griechischer Einwanderer, der neben Medizin auch Soziologie studiert hat, Professor für Medizin-Soziologie in Harvard. 2013 wechselte er an die Yale University, wo er inzwischen „Sterling Professor“ (den Titel vergibt Yale an Fakultätsmitglieder, die als die Besten ihres Fachs gelten) ist. Allein in den letzten fünf Jahren wurden Christakis’ wissenschaftliche Artikel rund 30.000-mal von Kollegen zitiert. Aber er macht nicht nur innerhalb der Forscher-Community von sich reden. Seine TED-Talks wurden mehr als 2,5 Millionen Mal angesehen, sein populärwissenschaftliches Buch „Blueprint – Wie unsere Gene das gesellschaftliche Zusammenleben prägen“ (auf Deutsch im S. Fischer Verlag, 2019) erklomm diverse Bestsellerlisten.

Während der Corona-Krise tauchte Christakis als gefragter Interviewpartner auf. Zum Experten macht ihn, dass er die Ausbreitung von Infektionskrankheiten genauso erforschte wie deren Auswirkungen auf die Gesellschaft. Auch zu Sars-CoV-2 publizierte er als Co-Autor eine Studie im Fachmagazin Nature; sein jüngstes Buch „Apollo’s Arrow: The Profound and Enduring Impact of Coronavirus on the Way We Live“ (bislang nur auf Englisch) erschien Ende Oktober 2020.

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