Hey, ist das Kleid oder Top? Filmstar Reese Witherspoon lässt sich beim Aufräumen helfen.
Foto: Netflix/John Shearer

BerlinBei jeder Aufräum-Show, die auf Netflix läuft, muss ich an meinen Vater denken. Wenn er von der Frühschicht nach Hause kam, sah er sich nachmittags im Fernsehen die Sendung „Einsatz in 4 Wänden“ an. In der Hauptrolle war darin Tine Wittler zu sehen, die chaotischen oder armen Familien die Wohnung renovierte, aufräumte und dekorierte. Mit starken Helfern tapezierte oder strich Wittler Wände, sie fuhr zu Ikea, um Möbel zu kaufen, und suchte das schönste Kissen aus, das exakt zur neuen Couch im Wohnzimmer passen würde. Dass die Familien später in Form von Steuern dafür zahlen mussten, war damals noch nicht herausgekommen. Es ist 16 Jahre her.

Für den Moment zählte, dass Tine Wittler Geschmack hatte, da waren sich nicht nur die stets strahlenden Familien sicher, wenn sie ihre renovierte Wohnung begutachteten. Drei bis fünf Millionen Zuschauer schalteten ab Sendebeginn im Jahr 2003 regelmäßig ein. Bis Wittler schließlich irgendwann in die Primetime wanderte und der TV-Sender RTL die Serie im Jahr 2013 absetzte.

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