Immer wieder lese ich in der Zeitung Berichte darüber, wer denn nun ganz besonders unter der Corona-Krise leide. Hier eine unvollständige Auswahl: Die Frauen. Die Alten. Die Kinder. Die Soloselbstständigen. Die Singles. Die Tourismusbranche. Die Gastronomie. Die DHL-Boten. Die Kultur. Der Schuhhandel. Und die „queere Szene“ – sagt jedenfalls Kevin Kühnert.

Tja, Leid ist schwer vergleichbar, oder? Ich weiß nur, wer gerade überhaupt nicht unter Corona leidet. Nicht eine Minute. Elfriede Jelinek, meine Katze. Während ich diese Zeilen schreibe, liegt Elfriede Jelinek auf meinem Schreibtisch und schnarcht. Ihre behaarten, muffig riechenden Füße liegen dabei fast auf der Tastatur meines Laptops, weil Elfriede Jelinek sich gerne ausstrecken möchte beim Schlafen. Klar. Also rutsche ich, da ich einen unterwürfigen ostdeutschen Charakter habe, an den äußersten Rand meines Schreibtisches. So arbeite ich. Seit Monaten schon.

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