Tafelspitz dauert zwar wegen der Garzeit des Fleisches, ist aber ganz einfach hinzukriegen und kommt in Österreich an Festtagen oft auf den Tisch.
Foto: imago/Westend61

Salzburg/BerlinWeihnachten und Silvester sollte man richtig feiern, auch kulinarisch. Dabei geht es allerdings nicht darum, als Virtuose aller Vapeurklassen solo am Herd zu werkeln. Sondern um Gerichte, die a) möglichst vergnüglich gemeinsam mit anderen zubereitet werden können und b) sich dank leckerer Gerüche schon während des Kochens als wahre Harmonie-Booster erweisen.

„Tafelspitz ist das ideale Last-Minute-Rezept für den Heiligen Abend oder die Feiertage danach“, betont auch die geborene Salzburgerin Johanna Nussbaumer. „Während das Fleisch köchelt, kann man prima den Baum schmücken oder noch die letzten Geschenke einpacken.“ Zusammen mit Nussbaumer, Westberlins österreichischer Maitresse de cuisine, haben wir eine Handvoll Rezepte vorbereitet, die jedes Abendbrot in ein Fest verwandeln. Hier also die Nummer eins.

Tafelspitz à la Nussbaumerin

Zutaten

Für 4 Personen:

  • ca. 2 kg Tafelspitz mit Fetteindeckung
  • kleiner Sellerie
  • 4 Karotten
  • 2 Petersilienwurzeln
  • 2 mittlere Zwiebeln (mit Schale!)
  • 1 Stange Porree
  • 8 Pfefferkörner
  • ca. 2 l Wasser
  • 500 g Rindsknochen
  • Salz
  • 2 EL Schnittlauch (geschnitten)

Zubereitung

Zwiebeln halbieren, in der Pfanne (mit wenig Öl) an der Schnittseite sehr dunkel anbraten. Das Gemüse waschen und in große Stücke schneiden. Knochen unter warmem Wasser waschen. Wasser zum Kochen bringen. Tafelspitz, Knochen und Pfefferkörner ins Wasser geben und für 3 Stunden unter dem Siedepunkt köcheln lassen.

Ca. 1,5 Stunden vor dem Garende des Fleisches das Gemüse und die angebratenen Zwiebeln dazugeben. Schaum ständig abschöpfen. Fertig gegartes Fleisch aus der Suppe nehmen. Test: Ist der Tafelspitz durch, lässt sich eine Gabel leicht und sanft ins Fleisch drücken.

Suppe abschmecken und durch ein feines Sieb oder Tuch seihen. Tafelspitz gegen die Fasern aufschneiden, mit Suppe begießen, salzen und mit Schnittlauch bestreuen. Wir wünschen einen guten Appetit.

Nussbaumer-Extratipp: Wenn man den Tafelspitz schon am Tag vorher zubereitet, kann er über Nacht richtig schön durchziehen!

Und was trinkt man dazu? Während des Kochens einen kühlen Grünen Veltliner, vielleicht vom Weingut Bründlmayer aus dem Kamptal. Später zum Essen kann es gern ein Pannobile Weiß sein, etwa vom Weingut Judith Beck aus dem Burgenland.

Johanna Nussbaumer

Die Salzburgerin lebt seit zwanzig Jahren in Berlin, im Herzen und in der Küche ist die 50-Jährige aber echte Österreicherin geblieben. In Charlottenburg führt sie das Restaurant "Nussbaumerin", in Steglitz den rustikaleren "Heurigen". Mehr Infos: nussbaumerin.de