Berlin - Wechselhaft soll es am Samstag werden. Ein bisschen Sonne sagen die Wetter-Apps allerdings schon voraus. Wollen wir mal hoffen, dass sich diese auch tatsächlich zeigt. Schließlich lädt Andreas Murkudis am Samstag von 12 bis 19 Uhr zum wohltätigen Einkaufserlebnis ein – nicht im eigenen legendären Concept Store allerdings, sondern im Innenhof vor seinem Design-Tempel. Sämtliche Erlöse seines „Saturday Charity Market“ – das sei gleich vorweg erwähnt – werden komplett an drei Berliner Hilfsorganisationen gespendet.

Um das möglich zu machen, griff Murkudis auf sein beachtliches Netzwerk zurück: Mehr als 100 Marken, Galerien und Kunstschaffende sind es geworden, die dem Modeunternehmer schlussendlich Neuware zur Verfügung gestellt haben. Darunter zum Beispiel die Frankfurter Möbelmarke e15 und das Berliner Brillenlabel Mykita, der Steidl-Verlag und Susanne Kaufmann Kosmetik, außerdem viele internationale Brands wie Dries Van Noten, Jil Sander, Marni, Acne. Im Innenhof der Potsdamer Straße 81 werden die Modeteile und Interior-Pieces, Kosmetika und Publikationen am Samstag an 30 verschiedenen Ständen verkauft.

Andreas Murkudis
Was es am Samstag so zu kaufen gibt (von links nach rechts): Badezusatz von Susanne Kaufmann, „Tore“-Beistelltisch von e15, T-Shirt von Extreme Cashmere, Pflanztopf von Artek Furniture, Sneaker von Reebok x Margiela und Kunstkatalog von der Galerie Esther Schipper.

Ziemlich wahrscheinlich, dass dabei ein beachtliches Sümmchen zusammenkommt. Gespendet wird dieses komplett an Mensch Mensch Mensch e.V., Be an Angel e.V. und Moabit hilft e.V., die aktuell verstärkt Geflüchtete aus der Ukraine unterstützen. Die aktuelle Weltlage erinnere daran, wie wichtig Solidarität und Hilfsbereitschaft seien, heißt es dazu in einer Vorabankündigung aus dem Hause Murkudis’, insbesondere jenen Menschen gegenüber, die gezwungen sind, ihre Heimat zu verlassen. Musikalisch untermalt wird der Charity Market von den beiden ukrainischen DJs Roma Saplin und Gael.

Andreas Murkudis
So kann bezahlt werden: Für seinen Charity Market hat Murkudis eine eigene Währung entworfen.

Um ein entspanntes Einkaufen zu ermöglichen und eben nicht jeden der 30 Stände mit einem EC-Kartenlesegerät ausstatten zu müssen, hat sich Andreas Murkudis ein eigenes System überlegt: Am Eingang seines Marktes können am Samstag Scheine einer eigens erstellten Währung gekauft werden, zu bezahlen mit Bargeld oder EC-Karte. Mit diesen Scheinen – gedruckt und gespendet vom benachbarten Grafikdesignstudio P98A – kann an den Ständen bezahlt werden. Besucherinnen und Besucher sollten sich allerdings schon vor dem Währungstausch ein bisschen umschauen – einmal gekauft können die Murkudis-Scheine nämlich nur gegen Waren, nicht aber mehr zurück in Bargeld getauscht werden.

Ganz normal bar bezahlen kann man indes an den Food-Ständen, die ebenso Teil des Charity Market sind: Unter anderem gibt es Knuspriges von W Pizza, Süßes von der hippen Sofi Bakery und Flüssiges von Noam Beer und Aqua Monaco. Natürlich gilt auch hier: Alle Einnahmen werden gespendet und kommen so Geflüchteten aus der Ukraine zu. Alles in allem eine gute Sache also – jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen.

Andreas Murkudis’ Charity Market am Samstag, 9. Februar, 12–19 Uhr im Innenhof der Potsdamer Straße 81. www.andreasmurkudis.com