Günter Höhne richtet ein Schmuckstück: handgeschliffenes Schüssel-in-Schüssel-Set „Rosales“ von Marlies Ameling.
Foto: BLZ / Sabine Gudath 

Berlin - Alles begann mit einem Stuhl. Sitzfläche und Lehne bezogen mit grauem Kunststoff, die hölzerne Silhouette elegant geschwungen, so stand er inmitten einer ganze Herde weiterer grauer Stühle auf einem staubigen Tanzboden im Thüringischen. Bei einer Feier hatten wir sie zufällig entdeckt: vergessen und ausrangiert. Die Besitzer verkauften uns sechs Stück für wenig Geld. Der Rest sollte irgendwann entsorgt werden. In unserer Berliner Küche machen die Stühle, die in den 1950er oder 1960er Jahren in der DDR gefertigt wurden, eine späte Karriere – auch und gerade stilaffine Essensgäste zeigen sich entzückt davon. 

DDR-Design ist in Mode. Neugierige Besucher setzen sich fast ehrfürchtig auf unsere Fundstücke. Und gestehen dann, dass sie selbst schon einmal im Internet recherchiert haben, ob Omas Schränkchen oder die Mitropa-Kaffeekanne eigentlich schon als Klassiker gilt und auf Ebay für ein nettes Sümmchen zu verkaufen wäre.

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