BerlinAls ich als junger Mann im Alter von 22 Jahren − ratlos, was ich mit meinem Leben anfangen sollte − nach London zog, las ich viele Biografien englischer Persönlichkeiten. Zwei von ihnen übten eine besondere Faszination auf mich aus, denn ihr Leben erschien mir wundervoll, wie aus einer völlig anderen Welt: Cecil Beaton und Vita Sackville-West. Er, ein Multitalent, dem es seine Mode- und Porträtfotografie ermöglichte, eine Wohnung in der Stadt und ein Haus auf dem Land samt großem Garten zu halten. Und sie die gärtnernde Schriftstellerin, die über fünfzehn Jahre hinweg die populäre Garten-Kolumne „In Your Garden“ verfasste.

Besonders starken Eindruck machten zwei Dinge auf mich: wie Beaton die schweren Abschiede von seinem Garten beschrieb, wenn er zum Fotografieren in die Welt hinaus musste; und die schwärmerisch-verklärende Art von Sackville-West, wenn sie über banale Alltagsdinge schrieb. So stellte sie einmal eine Liste von Begriffen auf, die für sie per se schon mal romantisch waren. Darauf enthalten: Insel, Brücke, Hortus conclusus. Und vieles mehr.

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