Lights, camera, action! Die Hermès-Ateliers in Pantin wurden zum Filmset, an dem Chefdesignerin Véronique Nichanian Regieanweisungen gab.
Foto: Raffard Roussel

Paris - „Nichts kann diesen besonderen Moment einer Fashionshow im echten Leben ersetzen“, erklärt Ralph Toledano, Präsident der Fédération de la Haute Couture et de la Mode schon einmal vorsorglich in einem Interview, das Anfang Juli auf der Online-Plattform der Pariser Fashion Week zu lesen war. Aber es half ja nichts, die Männerschauen für Frühling/Sommer 2021 mussten aufgrund der derzeitigen Corona-Bestimmungen im Internet gezeigt werden, genau wie kurz zuvor die Haute Couture.  

Zur allgemeinen Überraschung war das digitale Modefestival am Ende aber gar nicht übel. Allem Widerwillen zum Trotz, wenn man so will. Jedenfalls schafften die Herren, was die Couture der Damen nicht zu leisten vermochte. Nämlich dass sich das Ganze nicht bloß wie ein Platzhalter anfühlte, sondern einen echten Mehrwert lieferte. Anstatt abstrakte Filmchen zu zeigen, oder bloß dröge eine Modenschau ohne Publikum abzufilmen, entschieden sich viele Labels dafür, neue Einblicke zu eröffnen auf das, was dem Publikum einer normalen Modenschau zwangsläufig vorenthalten bleibt: Hintergrundinformationen und Details zur Kollektion, die gefühlte Nähe zum Designer.

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