Uckermark - Irgendwo habe ich mal gelesen, dass Außerirdische, die unseren blauen Planeten aus dem All betrachten, wahrscheinlich den Eindruck haben, die Herrscher der Erde seien die Wale, mit allerlei kleinen Lebewesen nebenher. So ähnlich verhält es sich wohl auch in meinem Garten. Ich als Mensch glaube, er gehört mir. Aber sobald ich ihm den Rücken kehre, werde ich eines Besseren belehrt: Denn die eigentlichen  Bewohner sind die Tiere.

Richtig klar wurde mir das erst vor ein paar Jahren. In jenem Winter musste ich zwischendurch mal für zwei Tage in die Stadt. Während ich das Tor zuschloss, fing es gerade an, das erste Mal zu schneien. Als ich zurückkam, traute ich meinen Augen nicht: Das verschneite Grundstück war über und über von Tierspuren bedeckt. Wer hier wohl alles zugange gewesen war? Gesehen hatte schon etliche einprägsame Vogelarten (darunter Eisvogel, Pirol und Specht), Amphibien (die ich besonders liebe), Waschbären, Hermeline und Marder, neben den typischen Gartenbewohnern wie Igel und Wildkatze. Von den unzähligen Insekten fiel mir immer besonders der Taubenschwanz auf, der wie ein Kolibri vor den Blüten in der Luft verharrt.

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