Hamburg/New York - Sie war auf dem Posten, lange bevor es die Buchstabenkombi LBGTQ gab. Chloë Sevigny wurde zur Ikone des Independent-Kinos, als sie sich 1999 in „Boys Don’t Cry“ in eine als Mann auftretende Transfrau verliebte und daraufhin für den Oscar nominiert wurde. Lange Zeit hatte sie den Ruf weg, „das coolste Mädchen der Welt“ zu sein: Als Teenager gehörte sie in New York zu einer Gruppe von Skaterkids um den Washington Square, jobbte als Redaktionsassistentin bei einem Modemagazin, wurde Model und gab 1995 ihr Schauspieldebüt. Nach ihrem Durchbruch drehte das It-Girl mit Jim Jarmusch, Olivier Assayas und Lars von Trier. Nun hat der gefeierte Regisseur Luca Guadagnino sie für seine Serie „We Are Who We Are“ (Amazon Prime und ab 7. März bei Starzplay) vor die Kamera geholt. Darin spielt La Sevigny eine Armeekommandantin, die eine Frau liebt und mit ihr samt schwer pubertierendem Sohn auf eine US-Militärbasis in Italien zieht. Die Rolle als Mutter war für sie nicht nur auf der Leinwand recht ungewohnt.

Chloë, hat diese Serienrolle zu Ihrem Entschluss beigetragen, auch im echten Leben Mutter werden zu wollen?

(lacht) Nein, ich war schon während der Dreharbeiten schwanger. Ich war zu dem Zeitpunkt schon am Set in Italien und musste dort zum Arzt gehen. Erst wollte ich es geheim halten, zumindest während der ersten drei Monate. Schließlich ist eine Schwangerschaft nicht selbstverständlich, besonders in meinem Alter nicht.

Als ihr Sohn letzten Mai geboren wurde, waren sie 45. Hat Ihre Schwangerschaft den Dreh und womöglich sogar Ihre Rolle irgendwie beeinflusst?

Ich musste den Produzenten Bescheid geben, falls irgendwas passieren sollte. Außerdem musste ich die vielen Check-ups beim Arzt einplanen. Und die Kostümbildner mussten sich darauf einstellen, meine Kleidung regelmäßig anzupassen. Mein Bauch hat einfach nicht aufgehört, zu wachsen (lacht).

Dann waren die Dreharbeiten ja ein doppeltes Abenteuer: Sie waren Mutter in der Story und wurden es im wahren Leben. Hatten Sie nicht die Befürchtung, dass Ihre Rolle von einer anderen Schauspielerin nachbesetzt werden würde?

Ich weiß, dass eine Schwangerschaft durchaus Probleme mir der Versicherung der Produktion verursachen kann. Während meiner wollte ich eigentlich noch eine weitere Serie drehen, darin hätte ich sogar eine schwangere Frau spielen sollen. Allerdings wollte die Versicherung mich nur für einen begrenzten Zeitraum versichern, nicht zu nah am Entbindungstermin. Wir mussten also den ursprünglich geplanten Drehplan umstellen, um alles rechtzeitig im Kasten zu haben. Das ist ein ziemlicher Aufwand und natürlich auch mit Kosten verbunden. Nicht jede Produktion kann sich das leisten und oft ist es günstiger, einfach die Rolle nachzubesetzen.

In „We Are Who We Are“ spielen Sie die Mutter eines wirklich schwierigen Teenager-Jungen. Was an der Rolle hat Sie gereizt?

Mir hat die komplizierte Beziehung von Sarah zu ihrem Sohn gefallen. Meine Figur ist eine starke Karrierefrau, die ihren Eltern etwas beweisen will. Denn ihre patriarchisch strukturierte Familie hat ihren Biss und ihren Erfolgswillen nur stärker gemacht. Sie strebt eine Karriere in der Politik an, und das versucht sie über das Militär zu erreichen. Dafür muss sie ihren Sohn um die Welt zerren, was natürlich dazu führt, dass sie sich schuldig fühlt. Sie lässt ihm deshalb ein Verhalten durchgehen, das andere, sesshaftere Eltern nie dulden würden. Sie versteht seine Rebellion und ist deshalb wahnsinnig tolerant. Ich glaube sogar, dass ihr sein Verhalten ein wenig gefällt, ja dass sie es sogar ermutigt.

Foto: HBO/Yannis Drakoulidis
Diese Frau hat den Durchblick: Chloë Sevigny, fotografiert für „We Are Who We Are“ von Kultregisseur Luca Guadagnino (bekannt u.a. durch „Call Me By Your Name“).

Noch ist Ihr eigener Sohn winzig. Was für eine Mutter möchten Sie ihm selbst sein und werden?

Oh, ich möchte Wert auf Selbstdisziplin legen, mehr als meine Figur im Film. Aber die beiden verbindet auch eine unglaubliche Nähe, die ich sehr gerne mit meinem eigenen Kind erreichen würde.

Wie haben Sie sich eigentlich auf Ihre Rolle als Soldatin vorbereitet?

Wir hatten einen Militärberater am Set, der mir bei bestimmten Szenen geholfen hat. Allein ihn zu beobachten und in seiner Nähe zu sein, färbt auf einen ab: Meine ganze Ausstrahlung und Haltung hat sich verändert. Bevor ich nach Italien zum Dreh reiste, habe ich in New York viel Zeit mit einer Frau verbracht, die beim Militär gefeuert wurde, weil man in ihrem Spind Fotos von ihr mit einer anderen Frau gefunden hatte. Von ihr erhielt ich viele wertvolle Informationen, die ich für die Nuancen in meiner Rolle einsetzen konnte.

Sie wurden 1999 mit „Boys Don’t Cry“, einem der eindrücklichsten LGBTQ-Filme der Neunziger, bekannt und dafür auch oscarnominiert. Hat es für Sie eine besondere Relevanz, heute in einer Serie mitzuspielen, die LGBTQ-Belange zum Thema hat?

Ich halte das für sehr wichtig, gerade jetzt. Das Thema bekommt endlich die Aufmerksamkeit, die es verdient. Es finden viele Diskussionen darüber statt, was toll ist. Trotzdem muss noch mehr Toleranz aufgebaut werden. Dass es immer mehr LGBTQ-Rollen gibt, führt dazu, dass das Thema für unsere Gesellschaft insgesamt immer normaler wird. Gerade Menschen, die noch nicht verstehen, welche ganz realen Probleme diese Community hat, können durch gute Geschichten empathischer werden.

Wie hat es sich für Sie angefühlt, eine Mutter zu spielen, während Sie gerade tatsächlich schwanger waren?

Das war ein komisches Gefühl, denn ich habe mir ja von Herzen eine Tochter gewünscht. Am Set dann habe ich den Jungen als meinen eigenen imaginären Sohn gesehen und mich gefragt, was wohl sein würde, wenn ich einen Jungen bekommen würde. Ich habe mich gefragt, ob ich Jungs überhaupt verstehen kann! (lacht) Aber mittlerweile bin ich natürlich selig mit meinem kleinen Sohn.

Vermissen Sie manchmal die Zeit Ihrer Zwanziger?

Vielleicht bestimmte Aspekte. Ich habe zum Beispiel die Teenies am Set beobachtet und war fasziniert, wie schnell sie als Gruppe zusammenwuchsen und Freundschaften schlossen. Das ist ab einem gewissen Alter nicht mehr so unkompliziert. Irgendwann hat man sein gewohntes Umfeld aufgebaut und bewegt sich fast nur noch in diesen Kreisen, statt ständig neue Leute kennenzulernen. Die Energie, Offenheit und die Zeit, die man in seiner Jugend für Freundschaften aufwenden kann, finde ich wunderbar. Je älter man wird, desto eingefahrener wird man.

Foto: Imago Images/Ronald Grant
Chloë Sevignys Leinwanddebüt mit kurzem Blondschopf in „Kids “(1995).

Sie führen längst auch selbst Regie in Kurzfilmen. Hilft Ihnen diese Erfahrung bei Ihrem Job als Schauspielerin? Oder nerven Sie den Regisseur durch dauerndes Einmischen?

(lacht) Das hängt ganz vom Regisseur ab. Luca Guadagnino hat es amüsiert. Er hat gemerkt, dass ich am Set schneller begreife, worauf er hinaus will. Die verschiedenen Bereiche und Gewerke des Films haben mich schon immer fasziniert. Schon am Anfang meiner Karriere habe ich überall meine Nase reingehalten. Das wurde mir auch einige Male vorgeworfen, mir wurde gesagt, dass ich mich auf meinen Job konzentrieren soll.

Das ist sicher schon lange her!

Ja, aber meine Neugierde hat sich nie gelegt. Ich war immer sehr aufmerksam und wollte die verschiedenen Prozesse des Filmemachens verstehen. Ich habe alles aufgesaugt. Dieses Wissen hilft mir in gewisser Hinsicht, manchmal ist es aber auch hinderlich. Ich denke dann zu viel nach. Zum Beispiel geht mir mitten in einer Szene durch den Kopf, dass ein anderer Kamerawinkel vielleicht besser wäre. Ich denke auch immer schon mit, welche Möglichkeiten beim Schnitt existieren, oder ob die Aufnahmen so wirklich gut werden. Ich glaube nicht, dass viele Schauspieler über so etwas nachdenken. Der Druck wird dadurch ja nur noch größer.

Als Sie in Ihren Teenagerjahren als Model entdeckt wurden, waren Sie das „Streetstyle Girl“, das mit Skatern abhing und wahnsinnig cool wirkte. Steckt dieses Lebensgefühl immer noch in Ihnen?

Oh, es ist auf jeden Fall noch in meiner DNA. Auch mit 46 bin ich immer noch das kleine Mädchen aus Connecticut, das den ganzen Tag im Garten spielen kann. Genauso aber auch das Streetgirl, das gern mit den total coolen Leuten abhängt.

Was war das Verrückteste, das Sie als Teenie je getan haben?

Ich war immer total vernünftig. Meine Mutter war hochanständig und korrekt, so katholisch eben. Schon ihretwegen hätte ich es nie fertiggebracht, auch nur irgendetwas zu klauen. Meine Freunde waren so wild, wie ich gern gewesen wäre. Es waren viele echte Punks dabei.

Foto: Imago Images/Ronald Grant
Mit Hillary Swank (re.) als Trans-Fraumann: Für ihre Rolle in „Boys Don't Cry“ kam Chloë Sevigny im Jahr 2000 auf die Oscar-Shortlist.

Das war in der Kleinstadt, in der Sie aufgewachsen sind. Wie wurden Sie zu New Yorks coolster Göre?

Keine Ahnung. Wahrscheinlich war ich nie cool, es wurde mir immer nur nachgesagt. Sie wissen ja, wenn man erst mal einen Ruf weg hat ... Und meine Freunde waren alle auffallend. Viele spielten in Bands oder hatten mit Schauspiel oder Kunst oder Modedesign zu tun. Auf der Welle bin ich dann mitgeschwommen.

Ihr Name war immer gleichbedeutend mit Stil, Fashion, Ästhetik. Für den Indiefilm „Gummo“ von 1997 entwarfen Sie sogar die kompletten Filmkostüme. Was genau hat Ihren Geschmack geprägt?

Puh, da spielt so viel mit rein. Verschiedene Freunde, die ich im Laufe meines Lebens kennengelernt habe, hatten großen Einfluss auf mich. Auch Musik hat mich extrem beeinflusst, so zum Beispiel die Ästhetik von Grateful Dead. Auch der New-Wave-Sound und The Smiths. Ich bin in die Welt dieser Bands ein- und abgetaucht. Das hat meinen Stil sicher beeinflusst. Als ich jünger war, hatten es mir die britischen Fashion-Magazine angetan, The Face oder i-D Magazine zum Beispiel. Als junge Frau hatte ich dann eine Beziehung mit Harmony Korine (Drehbuchautor von „Kids“, Anm. d. Red.). Wir waren beide verrückt nach Kunst und schauten uns dauernd Filme in Programmkinos an. Das hatte ebenfalls einen großen Einfluss auf mich. Allein schon die Tatsache, in New York zu leben, hat mich geprägt. Man muss sich nur die New Yorker auf der Straße anschauen, und schon ist man inspiriert.

Foto: Imago Images/Prod. DB
Durchschaut ihn und wird verschont: Chloë Sevigny als Assistentin des irren Christian Bale in „American Psycho“ (2000).

Sie sind in einfachen Verhältnissen aufgewachsen und haben Tennisplätze gekehrt, um sich etwas Geld zu verdienen. Hat es Ihrer Kreativität auf die Sprünge geholfen, dass Sie sich für Ihre Stylings schon aus Geldgründen etwas einfallen lassen mussten?

Kann gut sein! Vielleicht waren originelle Styles auch eine Form von Eskapismus. Mein Vater arbeitete in Manhattan und hat mich regelmäßig mitgenommen. Ich wusste immer, dass die große Stadt für mich erreichbar war. New York war schon damals dieser magische, schillernde Ort, zu dem ich mich hingezogen fühlte und wo ich unbedingt mal landen wollte. Dieser Entschluss stand schon sehr früh fest.

Die Fashionwelt hat Sie dann recht bald als Model entdeckt.

Wenn ich Werbung gemacht habe, hat man mich eher als Persönlichkeit gebucht und nicht als Model. Bei meiner ersten Kampagne mit Miu Miu waren gerade einige Filme mit mir herausgekommen, die dem Geist von Miu Miu genau entsprachen. Aber H&M kannte ich kaum, als ich für sie Werbung machte, denn die gab es damals noch nicht in den USA. Ich hatte keine Ahnung, was für Dimensionen die Marke in Europa schon hatte! Dann war ich auch mal für Louis Vuitton zu sehen, zusammen mit Christina Ricci und Scarlett Johansson. Ich glaube, dass man mich eher in meiner Eigenschaft als Schauspielerin bucht, und nicht als schönes Gesicht.

War Mode damals eine Art Spiel für Sie?

Oh ja, schon als ich klein war! Meine Mutter hatte eine Kiste mit alten Klamotten, mit denen ich mich dann immer verkleidet habe. Das war mein Lieblingsspiel. Das ist heute nicht viel anders. Ich liebe es, Outfits auszuprobieren und mache mich gerne auf die Jagd nach besonderen oder extravaganten Vintage-Stücken. Diese Jagd ist immer hochspannend! Ich liebe es, mich über Kleidung auszudrücken. Das macht mir einfach große Freude.

Fühlt es sich anders an, wenn Sie einen besonders raffinierten Schnitt tragen oder ein extrem hochwertiges Material?

Je älter ich werde, desto wichtiger werden mir die Qualität und das Design von Kleidung. Gerade fahre ich total auf Martin Margiela und Comme des Garçons ab. Auch die Vintage-Sachen von Jean Paul Gaultier liebe ich. Für mich ist das Kunst. Was diese Designer entwerfen, ist pure Magie. Und die zieht mich definitiv in ihren Bann. Ich hoffe, dass etwas von ihrem Zauber, von ihrem Feenstaub auf mich fällt, wenn ich ihre Mode trage. Diese Aura des Besonderen wird auch von der Umwelt wahrgenommen. Und ich persönlich fühle mich dadurch stärker und selbstbewusster. Ich brauche es nicht unbedingt, um mich gut zu fühlen, aber es macht mir einfach Spaß. Also: Warum nicht?

Wer ist heute für Sie eine Stilikone?

Früher waren es Kate Moss, Blondie oder Marianne Faithfull. Momentan fährt jeder in New York auf Fran Lebowitz ab. Sie hat eine eigene Doku-Serie auf Netflix namens „Pretend It’s a City“, in der sie sich mit Martin Scorsese unterhält. Mode ist für sie eine Uniform, sie fühlt sich sehr stolz darin. Es ist cool, casual, sehr Americana. Ihre Outfits sind sehr präzise und passen perfekt zu ihr. Für mich ist sie gerade eine echte Stilikone.

Gerade fahre ich total auf Martin Margiela und Comme des Garçons ab.

Chloë Sevigny

Wie würden Sie Schönheit definieren?

Keine einfache Frage. Schönheit hat eine riesige Bandbreite. Mir gefällt die Ästhetik von „We Are Who We Are“, der Regisseur Luca Guadagnino ist ja selbst ein totaler Ästhet. Seine Filme leben von den wunderschönen Kostümen, von großartigen Innensets und atemberaubenden Kameraeinstellungen. In diesem Fall wählte er als Kulisse die hässliche Anmutung einer Militärbasis. Ich habe mich schon gefragt, wie er daraus eine attraktive Serie filmen will. Aber er hat es geschafft. Schönheit findet man sogar in der Abwesenheit von Schönheit.

Foto: Imago Images/Future Image
Colorblocking auf dem roten Teppich: Chloë Sevigny 2019 bei der Premiere von „Once Upon a Time in Hollywood“ beim Filmfestival in Cannes.

Wie arbeiten Sie Schönheit heraus, wenn Sie selbst Filme drehen?

Ich mag Filme, die sich satt und üppig anfühlen, wie zum Beispiel die von Rainer Werner Fassbinder. Eine gute Einstellung muss immer voll sein, sie muss überquellen, irgendwie unerreichbar sein. Ich mag es, wenn die Fantasie angeregt wird. Das versuche ich also auch in meinen eigenen Filmen herzustellen. Schöne Bilder sind wie Bonbons für die Augen.

Dafür braucht man Inspiration. Wie laden Sie sich mit kreativer Energie auf?

Ich sitze gerne draußen und beobachte Menschen.

Und heute, zu Zeiten der Pandemie?

In Manhattan wohne ich in der Nähe großer Grünanlagen, zwischen Washington Square Park und Tompkins Square Park. Die jungen Leute sind ständig draußen. Sie wollen nicht zu Hause vergammeln, und öffentliche Parks sind gerade die einzige Alternative für sie. Ich beobachte diese jungen Menschen gerne und bewundere ihre Schönheit.

Und wie haben Sie den Lockdown mit Ihrem Baby erlebt?

Wir waren in unserer eigenen kleinen Blase. Wir hatten viel Zeit füreinander. Was kann es Schöneres geben! Insofern hatten wir Glück. Aber natürlich war es auch schwer, die Familie nicht besuchen zu können. Inzwischen machen wir Tests, bevor wir uns sehen. So geht das dann einigermaßen regelmäßig.

Ihre Mutter musste also Ihren Enkel über einen Video-Call kennen lernen?

Ja, genau! Wir waren etwas länger im Krankenhaus und konnten nicht besucht werden. Aber jetzt ist meine Mutter geimpft, alles wird wieder etwas einfacher.

Was würden Sie als Ihren wertvollsten Besitz bezeichnen?

Kennen Sie den Film „Out of the Blue“?

Ja!

Es ist einer meiner Lieblingsfilme, Dennis Hopper hat Regie geführt und die wunderbare Linda Manz spielte die Hauptrolle. In dem Film trägt ihre Figur eine sensationelle Denimjacke, quer über den Rücken geschrieben steht „Elvis“. Dieser Film hat mir, gerade als ich jünger war, sehr viel bedeutet, weil ich mich mit dieser Figur sehr stark identifiziert habe. Und diese Jacke besitze ich heute!

Wie haben Sie sie es angestellt, sie zu bekommen?

Ich habe vor Jahren mal mit Linda Manz zusammen gedreht. Bei der Gelegenheit habe ich sie gefragt, ob sie nicht zufällig noch diese abgefahrene Jeansjacke besitzt. Tat sie – und so konnte ich sie ihr abkaufen. Leider ist Linda vor kurzem verstorben, das macht mich immer noch sehr traurig.

Was betrachten Sie als die beste Entscheidung Ihres Lebens?

Das ist ganz einfach: Mein Sohn Vanja ist mein größtes Glück und meine größte Erfüllung. Ich bin voller Liebe. Es ist das beste Gefühl überhaupt.