Potsdam. ADNIsiBei den Spekulationen um die Be setzung des Ministeramtes für Bltdung. Jugend und Sport kristallisierte sich am Wochenende ein Name heraus: Angelika Peter (SPD>, Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung In Frankfurt (Oder>.Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) wollte ihre Berufung gestern weder bestätigen noch dementieren. Er sagte lediglich, Frau Peter sei eine von drei Kandidatinnen. Die endgültige Entscheidung falle heute in Potsdam. Bereits morgen soll die neue Regierung vereidigt werden.Die Kandidatin ist Lehrerin für Geschichte und Sport und leitet die vierte Gesamtschule in Frankfurt (Oder). 1990 trat sie der SPD bei und wurde im Mai desselben Jahres in die Stadtverordnetenversammlung gewählt."Wenn der Ministerpräsident mich haben will, würde ich es mit Sicherheit tun", sagte Frau Peter gestern der Berliner Zeitung. Es habe mehrere Gespräche mit Stolpe gegeben, zuletzt gestern telefonisch. "Das Amt wäre eine große Herausforderung für mich." Heute werde es eine wichtige Beratung in Potsdam geben, und danach wolle sich Stolpe positionieren.Heidemarle Hoffmann von der Frankfurter SPD bestätigte auf Anfrage, daß Fraktion und Unterbezirksverband in die Entscheidungsfindung einbezogen worden sind. Die Oder-SPD unterstütze eine Berufung an die Spitze des Bildungsministeriums.Stolpe hatte nach dem gesundheitsbedingten Rückzug von Margrit Spielmann (SPD) als designierte Ministerin gesagt, daß er weiterhin eine Brandenburgerin für den Posten haben will.Wenn Frau Peter von Stolpe bestätigt werden sollte, wäre eine gewisse Tradition fortgesetzt. 1990 bereits sollte der spätere Frankfurter OB Wolfgang Pohl (damals Bündnis 90) Bildungsminister werden. Stolpe gab dann Marianne Birthler den Vorzug. Nach deren Rücktritt wollte der Regierungschef abermals Pohl für das Amt gewinnen, dieser war jedoch gerade auf den Oberbürgermeisterstuhl gewählt worden.Neuer Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung wird Rainer Speer (SPD). Umweitminister Matthias Platzeck (parteilos) bestätigte gestern, daß der 35 jährige Politiker aus der Staatskanzlei sein Wunschkandidat sei. Es wird damit gerechnet, daß Stolpe die Entscheidung Platzecks heute offiziell bekannt gibt.Platzeck begründete sein Votum mit den langjährigen freundschaftlichen Kontakten zu Speer. Es gebe eine enge Zusammenarbeit. Speer war in der ersten Legislatur in der Staatskanzlei für die Landesplanung zuständig; der Bereich soll jetzt dem Umweltministerium zugeschlagen werden. Speer stieß schon in Wendezeiten zur SPD, 1990 wurde er Stellvertreter des Potsdamer Bezirksbevollmächtigten Jochen Wolf. Im selben Jahr organisierte er Stolpes Wahlkampf. Offen ist jetzt nur noch die Besetzung des Staatssekretärs-Postens im Biidungsministerium.