Sicher auf Platz eins landet das Berliner Beach-Volleyball-Duo Sven Anton/Stefan Pomerenke beim Kampf gegen die vollzählig versammelte deutsche Spitze am Wochenende auf dem Alex, wenn es nach der Statistik geht. Bei den ersten drei Turnieren der Masters-Serie an den bisherigen Juni-Wochenenden belegten sie erst Rang vier (Hannover), dann in Essen den zweiten Platz, wurden schließlich in München Zweiter. Dabei unterlagen sie dem deutschen Spitzenteam Jörg Ahmann/Axel Hager nach dem Gewinn des ersten Satzes erst im Tiebreak. Nach dem Gesetz der Serie wäre nun der erste Sieg fällig.Doch die Mannschaft vom Post SV wehrt ab. "Natürlich ist der Sieg unser Ziel", erklärt Stefan Pomerenke. "Doch die deutsche Spitze ist ganz eng zusammengerückt, so daß es keinen klaren Favoriten gibt." Auch die Olympia-Neunten Ahmann/Hager dominieren in diesem Jahr noch nicht so wie in der Vergangenheit. Immerhin verloren sie zum Beispiel in Berlin beim Mum-Cup gegen André Fröhlich (Post) und Falk Zimmermann (SG Rupenhorn).Dieses Turnier fand auf der Anlage von City Beach auf der Werneuchener Wiese statt. Dort trainieren alle Berliner Asse. "Wir treffen uns hier regelmäßig", erzählt Fröhlich, "weil wir Vergleiche mit gleichstarken Kontrahenten benötigen, um uns zu entwickeln." Die Anlage in SEZ-Nähe wird kommerziell betrieben, so daß für die Nutzung auch die Stars bezahlen müssen. "Leider ist sie gefährdet, weil der Pachtvertrag vom Bezirk nicht verlängert werden soll. Dabei spielen nicht nur wir hier, sondern auch viele Freizeitsportler", so Fröhlich. "Außerdem können Schulen das Areal am Vormittag kostenlos nutzen, wovon rege Gebrauch gemacht wird. Deshalb muß diese ständige Anlage erhalten bleiben."Wie groß die Begeisterung für Bechvolleyball in Berlin ist, kann jeder in den kommenden zehn Tagen auf dem Alex erleben. "Wir hoffen auf lautstarke Unterstützung wie im Vorjahr", so Sven Anton. Dem 27jährigen, 2,02 Meter großen Linkshänder gelang vor einem Jahr beim Worldseries-Turnier in Berlin mit seinem Partner der Durchbruch auf Sand, denn sie schlugen völlig überraschend die Beach-Stars Sinjin Smith/Carl Henkel aus den USA. Damals mußten die Postler noch durch die Qualifikation. Diesmal sind die deutschen Ranglistenzweiten für den Kampf gegen die internationalen Beach-Asse gesetzt, weil sie sich enorm steigerten und vor allem auf konstant hohem Niveau spielen. Deshalb waren sie leicht enttäuscht, daß sie vom Verband nicht als zweites Auswahlteam berufen wurden. Doch das motiviert sie zusätzlich.