HAMBURG, 21. April. Man spricht bereits vom "Tümpel des Todes": Binnen weniger Tage sind mehr als tausend Erdkröten an einem Tümpel in Hamburg-Altona gestorben, weil sich ihre Körper wie Ballons aufblähten und sie schließlich explodierten. Seither zerbrechen sich Experten den Kopf, was die Kröten so qualvoll platzen ließ. Über eine Attacke aggressiver Krähen und über eingeschleppte Pilze wird spekuliert. Doch eine definitive Erklärung für das Phänomen können bisher weder Krötenforscher noch Tierärzte, Mikrobiologen oder Naturschützer liefern."Wir stehen vor einem Rätsel", sagt Janne Klöpper vom Hamburger Institut für Hygiene und Umwelt. Weder im Wasser des Tümpels noch in den Krötenkadavern fand das Hygiene-Institut bei umfassenden Forschungen Hinweise auf Krankheitserreger oder Umweltgifte. Im Institut hält man es nun für möglich, dass ein neuartiges Virus an der Explosion der Kröten Schuld ist. (AFP)