Am 3. Spieltag der Unihockey-Bundesliga besiegte überraschend Torpedo Bezirksamt Tempelhof am Sonntag den Titelverteidiger Leipzig mit 7:4 Toren. Am Vortag kamen sie bereits zu einem 2:2 (0:0, 0:0, 2:2) gegen Weißenfels. Dabei schoß beide Treffer für die Gastgeber Filip Wicher jeweils nach Freischlag, wobei ihm das Ausgleichstor erst knapp zwei Minuten vor Spielschluß gelang. Das Remis feierten die Tempelhofer, die mit dem Hellersdorfer SC Eintracht Innova Berlin (ehemals Eintracht Mahlsdorf) eine Spielgemeinschaft bilden, wie einen Sieg.Im Unihockey, einer Mischung aus Hallen- und Eishockey, wird seit gut fünf Jahren bundesweit um den Titel gespielt. Im zweiten Jahr wurden die Berliner sogar Deutscher Meister. Ansonsten dominieren der Universitätshochschulverein Konstanz, Unihockey Löwen Leipzig und Cyclone Halle in der höchsten Spielklasse. Erstmals in dieser Saison wird auf dem Großfeld, es hat die Ausmaße eines Handballfeldes, mit fünf Feldspielern und einem Torwart gespielt, wobei es einen fliegenden Wechsel der Akteure gibt. Die Spielzeit beträgt 3 mal 20 Minuten. Derzeit spielen in Deutschland etwa 1 000 Aktive in rund 30 Vereinen.Außerhalb des deutschsprachigen Raumes wird Unihockey als Floorball bezeichnet. Besonders populär ist diese Sportart in Schweden, wo sie in den 70er Jahren erfunden wurde. Sie ist dort nach Fußball und noch vor Tischtennis und Eishockey der am weitesten verbreitete Sport, gilt an den Schulen als Pflichtfach im Sportunterricht. Dort lernte auch Tom Genenz, 28jähriger Spielertrainer und Torjäger der Tempelhofer, Unihockey kennen. Nachdem er beim Berliner Schlittschuh-Club und den Preußen dem Puck nachjagte, wechselte er die Sportart. Der Torhüter Stefan Lingner, der während seines Studiums in Konstanz mit diesem Sport in Berührung kam, sorgte mit vielen Paraden dafür, daß seine Mannschaft zum Remis kam. Wer diese schnelle Sportart ausprobieren möchte, der kann sich bei Tom Genenz unter 8 837 998 oder bei Eintracht (5 633 569) melden.