Am Bahnhof Karlshorst soll ein neuer Stadtteil entstehen. Die Treuhand Liegenschaftsgesellschaft will zwischen Treskowallee und Wuhlheide den "Traberpark Karlshorst" bauen lassen. Für die Gestaltung des rund 80 Hektar großen Geländes rund um die Trabrennbahn hat die TLG die Landesentwicklungsgesellschaft und ein Stadtplanungsbüro beauftragt. "Das Umfeld der Trabrennbahn muss aufgewertet werden", sagt der von der TLG beauftragte Stadtplaner Michael Braum. Der alte Haupteingang der Trabrennbahn nahe dem Bahnhof ist geschlossen. In der Nachbarschaft stehen seit Jahren ehemalige Kasernen der Roten Armee leer. Richtung Köpenick befinden sich noch alte Gewerbeflächen. Braum schlägt vor, das ehemalige Militärgelände in den Volkspark Wuhlheide zu integrieren. Entlang der Bahnstrecke westlich des Sportareals entstehen Wohnhäuser mit vier und fünf Geschossen. "Auch der Eingang der Trabrennbahn am Bahnhof Karlshorst soll geöffnet werden, um das Zentrum des Ortsteils aufzuwerten", sagt Braum. Das 1987 wegen Baufälligkeit geschlossene Kino "Vorwärts" weicht einem Einkaufszentrum. Zunächst InvestorensucheWann die Bauarbeiten beginnen, kann die TLG zurzeit noch nicht sagen. "Bei unseren Planungen handelt es sich vorerst nur um ein Konzept", sagt TLG-Geschäftsführerin Roswitha Wilhelmi. Vorrangig wolle die TLG mit den Plänen zunächst auf Investorensuche gehen. Die Bauarbeiten würden aber mindestens sieben Jahre dauern. Mit der Gestaltung des Stadtteils will die Treuhand Liegenschaftsgesellschaft auch den Standort der Trabrennbahn Karlshorst erhalten. Am 1. Juli tritt ein auf drei Jahre befristeter Vertrag mit dem neu gegründeten Berliner Rennverein in Kraft. Dessen Mitglieder wollen die Trabrennbahn in Mariendorf und die Anlage in Karlshorst gemeinsam betreiben. Ziel der Vereinsleute ist es, den Pferderennsport wieder wirtschaftlich zu machen. Jährlich sind in Karlshorst 60 und in Mariendorf 80 Renntage geplant. Die alten Rennvereine waren 1999 in Zahlungsschwierigkeiten geraten, weil die Zahl der Besucher stark abnahm. Nun tritt der Berliner Rennverein mit neuem Konzept an: Karlshorst wird Renn- und Trainingszentrum, Mariendorf ist nur noch Austragungsort von Rennen.Der Bezirk hat seine Zustimmung zu den TLG-Plänen signalisiert. "Vorstellbar ist ein vorhabenbezogener Bebauungsplan", sagt Baustadtrat Andreas Geisel (SPD). Damit könnten die Projekte nur in Zusammenhang mit der Trabrennbahn umgesetzt werden.Informationen zu den TLG-Plänen im Internet: www.tlg.de