Köln - Der Vorschlag der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Frauen sollten zu Fremden „eine Distanz halten, die weiter als eine Armlänge ist“, hat ihr im Netz eine Menge Spott eingebracht. Jetzt wehrt sich die Stadtchefin in einer Pressemitteilung dagegen. „Durch die verkürzte Darstellung in einzelnen Medien ist teilweise der Eindruck entstanden, meine Präventionsinitiativen würden sich ausschließlich auf Verhaltenstipps für Frauen und Mädchen beschränken“, schreibt Reker. Davon könne keine Rede sein.

Vielmehr habe sie auf gezielte Nachfrage einer Journalistin versucht, auf bereits in Köln seit Jahren vorhandene Präventions- und Beratungsangebote hinzuweisen. „Ich sage es noch einmal, Verhaltenstipps können aber nur nachrangig sein“, sagte die Oberbürgermeisterin. „Vorrang hat, dass die Sicherheit auf unseren Straßen und Plätzen konkret hergestellt wird.“ (rem)