Die Europäische Kommission verlangt von der britischen Regierung eine umfassende Stellungnahme zum aufgedeckten Spähprogramm Tempora. „Ich habe einen Brief an den britischen Außenminister William Hague geschickt, um meine Besorgnis auszudrücken und Klarstellungen zu verlangen“, sagte EU-Justizkommissarin Viviane Reding am Mittwoch in Brüssel. „Ich habe sehr dringend um Antwort bis zum Ende der Woche gebeten“, fügte die für ihre konsequente Linie bekannte Luxemburgerin hinzu.

In ihrem Brief wirft Reding nach eigenen Angaben vier Fragen auf: „Was ist das Ausmaß des Programms? Ist es auf individuelle Einzelfälle beschränkt? Bleiben die Daten in Großbritannien gespeichert? Inwiefern bestehen für britische und europäische Bürger Chancen zur Richtigstellung?“ Die Affäre unterstreicht in Redings Augen zudem, „dass wir ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz persönlicher Daten und deren Auswertung zu Sicherheitszwecken finden müssen“.

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