TREPTOWUmweitschützer befürchten, daß hundertjährige Bäume an der Britzer Allee gefällt werden. Das Bezirksamt plant an dieser Stelle eine Umgehungsstraße zur Umfahrung der Baumschulenbrücke.Seit rund vier Monaten sind an der Baumschulenbrücke Bauarbeiten im Gange. "Die Überführung des Britzer Zweigkanals stellt eine wichtige Verbindung zum Nachbarbezirk Neukölln dar und wird deshalb In Ordnung gebracht", berichtet Baustadtrat Dieter Schmitz (SPD).Nach seinen Informationen muß die Brücke während der Sanierung teilweise total gesperrt werden. "Deshalb ist eine Umgehungsstraße notwendig", sagt Schmitz. Das Tiefbauamt legte eine zweispurige Variante durch die Britzer Allee vor. Rund 400 Meter müßten dafür asphaltiert werden. Dieser Vorschlag findet nicht nur Zustimmung. "Es würden einige hundertjährige Bäume der Säge mm Opfer fallen", begründet Michael Diehl von der Fraktion Bündnis 90/ Grüne der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Auch Kleingärtner sowie Mitarbeiter einer Kindertagesstätte und des Arboretums lehnen diese Variante ab."Die Britzer Allee ist schließlich etwas Besonderes", betont Diehl. Sie sei In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts auf Initiative vom Baumschulgründer Franz Späth angelegt worden. Verschiedene Formen des Spitzahorn gebe es dort.Die Fraktion Bündnis 90/ Grüne stellte am Mittwoch abend den Antrag, "für die notwendige Umfahrung der Baumschulenbrücke während der Sanierungsarbeiten eine einspurige Umleitung als Einbahnstraße durch die Britzer Allee zu realisieren". Außerdem sollte der Schwerlastverkehr über die Grenzallee führen. Der Antrag wurde In die Ausschüsse Verkehr und Tiefbau sowie Naturschutz verwiesen.Johannes Lietz von der Senatsbauverwaltung zeigte sich gestern überrascht: "Die Baumschulenbrücke muß auf keinen Fall vollständig geperrt werden." Eine halbe Fahrbreite bleibe ständig befahrbar. Ende des Jahres werde eine Behelfsbrücke aus Stahl über den Britzer Zweigkanal gebaut.